NYDIG-Bericht: Die Korrelation zwischen Bitcoin und Tech-Aktien wird überschätzt, 75 % der Preisvolatilität stammen aus den eigenen Faktoren des Kryptomarktes

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Am 9. März gab die Digital-Asset-Finanzinstitution NYDIG bekannt, dass die jüngste Synchronisierung zwischen Bitcoin und US-Technologiewerten vom Markt überinterpretiert wird. Die Korrelation zwischen beiden resultiert eher aus gemeinsamen makroökonomischen Einflüssen als aus einer strukturellen Bindung. Greg Cipolaro, Leiter der Forschungsabteilung bei NYDIG, stellte in einem aktuellen Bericht fest, dass der Bitcoin-Preis kürzlich auf etwa 67.125 US-Dollar gestiegen ist, was den Kursen amerikanischer Softwareaktien ähnelt. Diese visuelle Ähnlichkeit bedeutet jedoch nicht, dass sich die fundamentalen Faktoren beider Anlagen angleichen.

Cipolaro erklärt, dass das gleichzeitige Ansteigen von Bitcoin und Tech-Aktien wahrscheinlich die gemeinsame Markt-Exponierung gegenüber Liquiditätsumfeld und makroökonomischen Risikoanlagen widerspiegelt. Beispielsweise beeinflussen Erwartungen zu Zinssätzen, globale Liquidität und Veränderungen in der Risikobereitschaft der Investoren gleichzeitig die Preise wachstumsorientierter Tech-Aktien und Kryptowährungen. Daher ist die Betrachtung von Bitcoin als Ersatz für Software- oder KI-bezogene Vermögenswerte eine übertriebene Marktgeschichte.

Daten zeigen, dass seit dem Erreichen eines historischen Höchststands von etwa 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 die Korrelation zwischen Bitcoin und US-Aktienindizes, einschließlich des S&P 500 und des Nasdaq, zugenommen hat. Cipolaro weist jedoch darauf hin, dass diese Veränderung nicht nur auf den Softwaresektor beschränkt ist, sondern ein breiteres Phänomen der assetübergreifenden Volatilität darstellt.

Aus statistischer Sicht lassen sich nur etwa 25 % der Bitcoin-Preisschwankungen durch die Entwicklung des Aktienmarktes erklären; mindestens 75 % der Volatilität stammen weiterhin aus den eigenen Faktoren des Kryptomarktes, wie Netzwerkaktivität, On-Chain-Adoption, regulatorische Maßnahmen und makroökonomische Kapitalflüsse.

Cipolaro fügt hinzu, dass Bitcoin seit langem als „digitales Gold“ bezeichnet wird, sein kurzfristiges Verhalten jedoch nicht so stabil gegen makroökonomische Risiken absichert wie Gold. Derzeit neigen Händler dazu, Bitcoin eher als Teil eines Risiko-Asset-Portfolios zu betrachten, anstatt rein auf geldtheoretischer Basis zu investieren.

Dennoch ist NYDIG der Ansicht, dass Bitcoin über eine einzigartige Marktstruktur und wirtschaftliche Treiber verfügt. Das Wachstum des Blockchain-Netzwerks, die Akzeptanz durch Institutionen und Veränderungen im regulatorischen Umfeld unterscheiden es deutlich von traditionellen Anlagen und untermauern sein Potenzial für Diversifikation im Portfolio.

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