Netflix investiert 600 Millionen US-Dollar in KI-Startup, Ben Affleck tritt als Berater bei

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Streaming-Gigant Netflix plant Berichten zufolge den Kauf des KI-Filmproduktionsunternehmens InterPositive, das von Hollywood-Star Ben Affleck gegründet wurde, für bis zu 600 Millionen US-Dollar. Dies ist nach dem gescheiterten Versuch, Warner Bros. Discovery zu übernehmen, ein bedeutender Schritt in der Unternehmensstrategie von Netflix. Der Deal ist nicht nur eine der größten Investitionen in KI-Technologie bei einem Hollywood-Studios, sondern unterstreicht auch den makroökonomischen Trend der Film- und Fernsehbranche, technologische Innovationen zur Kostensenkung aktiv zu verfolgen.

Netflix übernimmt InterPositive für 600 Millionen US-Dollar

Laut Bloomberg hat Netflix das von Hollywood-Star Ben Affleck gegründete KI-Filmproduktionsunternehmen InterPositive für 600 Millionen US-Dollar übernommen. Affleck wird als Senior Advisor bei Netflix tätig sein, während InterPositive etwa ein Dutzend Mitarbeiter beschäftigt.

InterPositive wurde vor vier Jahren von Affleck gegründet und spezialisiert sich auf Postproduktionstechnologien, die es Regisseuren ermöglichen, auf bereits lizenziertem Material Aufgaben wie Farbkorrektur, visuelle Effekte und Neucodierung durchzuführen. Diese unterstützenden Technologien unterscheiden sich von generativer KI, die Inhalte ohne Zustimmung der Rechteinhaber erstellt, und basieren auf erlaubter Datenverarbeitung.

Insider berichten, dass der Deal hauptsächlich in bar abgewickelt wird und zusätzliche erfolgsabhängige Gewinnbeteiligungen enthält, sodass der tatsächliche Kaufpreis möglicherweise niedriger als 600 Millionen US-Dollar ausfällt.

Technologischer Wettlauf und Kontroversen um KI-Anwendungen bei Streaming-Giganten

Dieser Kauf ist auch die größte KI-Transaktion eines großen Hollywood-Studios bisher. Unternehmen wie Netflix und Amazon setzen zunehmend auf KI, um Produktionskosten zu senken und die Qualität ihrer Werke zu verbessern. Amazon hat ein internes Team aufgebaut, das KI-Technologien in Film- und TV-Produktionen einsetzt, während Disney eine Partnerschaft mit OpenAI eingegangen ist.

Vor dem 72-Milliarden-Dollar-Deal zum Kauf von Warner Bros. hatte Netflix sich bewusst gegen teure Übernahmen entschieden und betont, lieber auf eigene Entwicklungen zu setzen. Der Kauf eines Start-ups kann als Schritt gesehen werden, um die eigene KI-Kompetenz aufzubauen.

Dennoch sind die Gewerkschaften in Hollywood besorgt, dass die KI-Ausweitung zu struktureller Arbeitslosigkeit und Urheberrechtsstreitigkeiten führen könnte. Dies verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen technologischem Fortschritt und traditionellen Arbeitsrechten in der Branche.

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