OpenClaw löst Welle in China aus, Rentner kämpfen um die Zucht von "Hummer"-KI-Agenten

中國退休族搶養OpenClaw

Das Open-Source-KI-Agenten-Tool OpenClaw löst in China einen landesweiten Hype aus, wobei verschiedene lokalisierte Versionen von Nutzern allgemein als „Hummer“ bezeichnet werden. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete es öffentlich als „das nächste ChatGPT“, was kürzlich zu einem Anstieg der chinesischen Tech-Aktien um bis zu 22 % führte. Nutzer aus allen Gesellschaftsschichten – von 60-jährigen pensionierten Elektronikarbeitern und White-Collar-Arbeitern, die Nebenverdienste starten möchten, bis hin zu Ingenieuren bei Unternehmen wie Baidu und Zhipu – trainieren ihre eigenen OpenClaw-Vertreter mit unterschiedlichen Zielen.

Der entscheidende Unterschied zwischen OpenClaw und Chatbots: Proaktive KI-Agenten

OpenClaw ist kein herkömmlicher dialogischer Chatbot. Im Kern verbindet es mehrere Hardware- und Software-Tools, lernt kontinuierlich aus generierten Daten und führt eigenständig mehrstufige Aufgaben im Rahmen vorgegebener Ziele aus. Der menschliche Eingriff ist deutlich geringer als bei Tools wie GPT oder DeepSeek.

Wei Sun, leitender KI-Analyst bei Counterpoint Research, erklärt: „Wenn DeepSeek den Meilenstein der Open-Source-Sprachmodelle markiert, stellt OpenClaw eine ähnliche Wende bei Open-Source-KI-Agenten dar.“ Auf einer Baidu-Veranstaltung demonstrierten Mitarbeiter, wie sie mit OpenClaw per Sprachbefehl eine Bestellung in der McDonald’s-App aufgeben – obwohl der Vorgang fast zwei Minuten dauerte. Die Tochter von Baidus Xiaodu-Chefarchitekten Huang Rongsheng fragte ihren Vater direkt: „Papa, kann ich auch so eine haben?“

Wer hält die Hummer? Die vielfältigen Anwendungen chinesischer Nutzer

Hauptanwendungsbereiche von OpenClaw in China

Branchenwissen-Management: Der pensionierte Elektronikarbeiter Fan Xinquan aus Peking (60 Jahre) trainiert einen KI-Agenten, um professionelles Wissen effizienter zu organisieren als herkömmliche Chatbots.

Nebenverdienst-Exploration: Einige Nutzer versuchen, mit OpenClaw bei Aktienauswahl, Lotto oder der Entwicklung profitabler Apps zu helfen. Andere eröffnen damit E-Commerce-Shops.

Subventionen für Einzelunternehmen: Lokale Regierungen gewähren jährlich bis zu 20 Millionen RMB (etwa 2,8 Millionen USD) an Förderungen für KI-Startups, was viele Einzelgründer anzieht.

Steigerung der Unternehmensproduktivität: Tech-Firmen entwickeln aktiv kommerzielle Produkte auf Basis von OpenClaw, was den Kurs chinesischer Tech-Aktien antreibt.

Lian Jye Su, leitender Analyst bei Omdia, weist darauf hin, dass dieser Trend eng mit Chinas nationaler KI-Strategie „AI +“ verbunden ist, die darauf abzielt, KI in alle Branchen zu integrieren.

Hinter dem Hype: Doppelte Sorgen um Kostensteigerung und staatliche Kontrolle

Doch der Hype steht vor zwei Herausforderungen. Zhipu hat diese Woche die Token-Preise für sein auf OpenClaw basierendes KI-Modell um 20 % erhöht, was den Kostendruck für Nutzer erhöht und viele abschreckt. Auf Social-Media-Plattformen wie Rednote tauchte ein Beitrag mit dem Titel „Auf Wiedersehen, OpenClaw“ auf, der warnte: „Laien verbrauchen große Mengen an Tokens und erhalten am Ende nur nutzlose Daten.“ Es wurde auch gewarnt: „Das ist kein Fortschritt, sondern eine Ausbeutung der Zukunft.“

Sicherheitsbedenken führen zudem zu größerer Unsicherheit in der Politik. Behörden, Börsen und Universitäten haben nach Sicherheitswarnungen die Installation von OpenClaw verboten. Die Volkszeitung forderte in einem Kommentar, „die Sicherheitslinien konsequent zu wahren“, während Ma Rui, Gründer von Tech Buzz China, den Kernkonflikt direkt anspricht: „Peking möchte, dass chinesische Unternehmen KI schnell kommerzialisieren, gleichzeitig aber auch eine klare, sichere und politisch kontrollierte Deployment-Umgebung gewährleisten.“

Häufig gestellte Fragen

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen OpenClaw und ChatGPT oder DeepSeek?
ChatGPT und DeepSeek sind dialogische Chatbots, bei denen Nutzer Fragen stellen und die KI antwortet. OpenClaw ist ein KI-Agent (Agent), der aktiv mehrere Anwendungen und Hardware verbindet, eigenständig aus Daten lernt und komplexe Aufgaben in mehreren Schritten ausführt. Es ähnelt eher einem „digitalen Mitarbeiter“, der eigenständig arbeitet, als einem reinen Frage-Antwort-Tool.

Warum wird OpenClaw in China „Hummer“ genannt?
Die chinesischen Nutzer benennen verschiedene lokalisierte Versionen von OpenClaw aufgrund des Designs des Markenlogos allgemein als „Hummer“. Das „Hummer-Züchten“ ist zu einem populären Begriff geworden, um das Training persönlicher KI-Agenten zu beschreiben, und wird in sozialen Medien sowie Tech-Communities weit verbreitet.

Ist die chinesische Regierung unterstützend oder restriktiv gegenüber OpenClaw?
Die Haltung ist widersprüchlich. Während lokale Regierungen aktiv Subventionen anbieten, um KI-Startups zu fördern, verschärfen zentrale Behörden die Kontrolle wegen Sicherheitslücken. Mehrere Regierungsstellen und Universitäten haben die Installation verboten. Die Volkszeitung fordert ausdrücklich, Innovationen im Rahmen der politischen Kontrolle zu halten. Zwischen Zentral- und Lokalregierung bestehen weiterhin Spannungen in der KI-Politik.

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