Gate News Nachrichten, 22. März: Trotz einer Reihe von Kontroversen und regulatorischen Sanktionen besteht die zweitgrößte Kryptowährungsbörse Südkoreas, CEX, weiterhin auf der Wiederwahl ihres amtierenden CEO Lee Jae-won. Zuvor kam es am 6. Februar 2026 bei einer Werbeaktion zu einem schweren Bedienfehler, bei dem versehentlich etwa 15-mal so viele Bitcoins wie tatsächlich auf der Plattform gehalten wurden, insgesamt ca. 620.000 BTC. Dies offenbarte erhebliche Mängel bei der internen Validierung, Vermögensverwaltung und im Ledger-System der Plattform. Der Fehler wurde innerhalb von 35 Minuten entdeckt und behoben. Die Plattform sperrte die Transaktionen und Abhebungen für 695 betroffene Konten und gab an, 99,7 % der falsch ausgegebenen Vermögenswerte zurückerhalten zu haben. Dennoch löste der Vorfall kurzfristig Panik auf dem Markt aus.
Die Finanzinformationsabteilung (FIU) des südkoreanischen Finanzdienstleistungsausschusses verhängte mehrere Sanktionen gegen die Börse, darunter eine sechsmonatige Betriebseinschränkung, eine Geldstrafe von 36,8 Milliarden Won (etwa 24 Millionen US-Dollar) wegen Geldwäscheverstößen, eine Warnung an CEO Lee Jae-won sowie eine sechsmonatige Suspendierung des Berichtsoffiziers.
Die Amtszeit des CEOs endet in diesem Monat. Das Unternehmen plant, am 31. März eine ordentliche Hauptversammlung abzuhalten, um eine Verlängerung seiner Amtszeit um weitere zwei Jahre zu beantragen. Trotz schwerwiegender Fehler und regulatorischem Druck entscheidet sich die Börse für eine Wiederwahl, um die Kontinuität und Stabilität des Betriebs zu sichern, anstatt das Management neu zu strukturieren. In ähnlichen Fällen, etwa wenn ein CEO nach einer FIU-Warnung in eine beratende Rolle wechselt, sind die Verantwortlichkeiten der Führungsebene meist größer.