Kalifornische Geschworene stellen fest, dass Elon Musk während des Twitter-Übernahmeprozesses irreführende Aussagen gemacht hat, was zu einem Kursanstieg von fast 10 % führte und potenzielle Schadensersatzforderungen auf bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar erhöht.
Die kalifornischen Geschworenen haben kürzlich in einem Fall gegen Tesla-CEO Elon Musk (Elon Musk) entschieden, dass er während des Erwerbs von Twitter (jetzt X) irreführende Aussagen gemacht hat. Bei der im Jahr 2022 stattgefundenen Übernahme im Gesamtwert von 44 Milliarden US-Dollar hatte Musk auf Social-Media-Plattformen die Anzahl der Bot-Accounts bei Twitter in Frage gestellt. Das Gericht befand, dass seine spezifischen Äußerungen keine Faktenbasis hatten, was zu einer fast 10%igen Schwankung des Twitter-Aktienkurses führte und die Interessen einiger Aktionäre schädigte. Laut Anwalten der Kläger könnte der potenzielle Schadensersatz bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar betragen.
Der Kern dieses Sammelklagefalls liegt in Musks Ankündigung im Mai 2022, das Übernahmeprojekt „vorübergehend auszusetzen“. Die Geschworenen waren einstimmig der Meinung, dass seine öffentlichen Äußerungen am 13. und 17. Mai erheblich falsch oder irreführend waren. Diese Aussagen führten zu Unsicherheiten auf dem Markt und ließen den Twitter-Aktienkurs an einem einzigen Handelstag um fast 10 % fallen. Viele Investoren verkauften ihre Anteile unter dem ursprünglichen Übernahmepreis von 54,20 US-Dollar pro Aktie. Die Klägeranwälte schätzen, dass die Gesamtschadensersatzsumme auf bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar steigen könnte, und die entsprechenden Verfahren zur Schadensregulierung sollen innerhalb weniger Monate eingeleitet werden.
Dieser Fall hebt die strengen Vorschriften bei der Offenlegung von Informationen während von Unternehmensübernahmen (M&A) hervor. In den Finanzmärkten können Äußerungen einflussreicher Personen die Asset-Bewertung direkt beeinflussen. Obwohl die Geschworenen letztlich feststellten, dass Musk keinen „Scheme to Defraud“ (Betrugsplan) geplant hatte, stellte seine öffentliche Kritik an gefälschten Twitter-Accounts eine Irreführung dar, die den Interessen der Aktionäre während des Zeitraums schadet. Dies erinnert Marktteilnehmer daran, dass während bedeutender Transaktionen alle Äußerungen, die nicht durch offizielle Kanäle wie die US-Börsenaufsicht SEC genehmigt sind, ein hohes Risiko für Wertpapierverstöße bergen.
Nach der Urteilsverkündung erklärten die Anwälte der Investoren, dass der Schadensersatz bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar betragen werde. Selbst bei einer so hohen Summe würde dies Musks Nettovermögen kaum beeinflussen. Laut Bloomberg Billionaires Index lag Musks Nettovermögen am Freitag bei 661,1 Milliarden US-Dollar.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Geschworenenergebnis nur ein „Verdict“ (Urteil) ist. Nach der Entscheidung des Geschworenengerichts muss der Richter auf Grundlage dieses Urteils eine offizielle „Judgment“ (Verfügung) erlassen, in der die Schadenshöhe und die Durchsetzung geregelt werden. Musks Anwälte haben bereits deutlich gemacht, dass sie dieses Urteil als „Stolperstein auf dem Weg“ ansehen und auf eine Berufung hoffen, um eine Revision zu erreichen.