MLB, NBA nicht genug! US-überparteiliche Abgeordnete ergreifen Maßnahmen und planen Gesetzgebung zur Blockierung von Prognosemärkten für Sportwetten

Der Vorschlag des US-Senats, Sport- und Casino-ähnliche Prognoseverträge zu verbieten, führt zu zunehmenden Spannungen zwischen Bundes- und Bundesstaatenregulierung. Kalshi und Polymarket stehen unter Druck durch Klagen aus mehreren Bundesstaaten.

Laut dem Wall Street Journal werden am Montag Senatoren beider Parteien einen neuen Gesetzesentwurf vorlegen, der die Bereitstellung von Verträgen auf prognostische Märkte, die „Sportveranstaltungen“ und „Casinospiele“ betreffen, verbieten soll. Dies markiert den ersten Versuch des US-Senats, die schnell wachsenden Prognosemärkte einzuschränken.

Der Gesetzesentwurf wurde von den demokratischen Senatoren Adam Schiff und den republikanischen Senator John Curtis initiiert. Er fordert ein vollständiges Verbot aller prognostischen Märkte, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert werden — einschließlich der US-Plattformen Kalshi und Polymarket — auf Verträge, die sich auf Sportereignisse beziehen.

Darüber hinaus soll das Verbot auch sogenannte „Casinos-Produkte“ umfassen, darunter Spielautomaten, Blackjack, Poker und Bingo-ähnliche Prognosemärkte.

Adam Schiff erklärte: „Die CFTC in den USA hat diesen Märkten nicht nur die Freigabe erteilt, sondern fördert sogar deren Entwicklung.“

Er ist der Ansicht, dass der US-Kongress dieses „Regulierungsloch“ schließen sollte, das gegen Verbraucherschutzgesetze der Bundesstaaten verstößt, die Souveränität der Stämme verletzt und keine Einnahmen für die Regierung bringt.

John Curtis sagte dazu: „In Utah sind zu viele junge Menschen mit süchtig machenden Sportwetten und Casino-ähnlichen Verträgen in Kontakt gekommen. Diese sollten von den Bundesstaaten reguliert werden, nicht von der Bundesbehörde.“

Der Vorschlag erscheint zu einer Zeit, in der die Regulierung von Prognosemärkten zwischen US-Behörden, Bundesstaaten und der Branche zunehmend umstritten ist.

Obwohl Plattformen wie Kalshi und Polymarket eine Vielzahl von Bereichen abdecken — von Kryptowährungen, Wahlen, Klimawandel bis hin zu Popkultur — konzentrieren sich die meisten Handelsaktivitäten nach wie vor stark auf Sportveranstaltungen. Dies führt zu intensiven Wettbewerben mit traditionellen Wettanbietern wie FanDuel und DraftKings.

Die CFTC argumentiert stets, dass Event-Contracts im Wesentlichen Teil des Derivatemarktes sind und daher ihre ausschließliche Zuständigkeit besitzen. In einem im Februar dieses Jahres eingereichten Rechtsdokument wurde sogar erklärt, dass Bundesstaaten keine Befugnis haben, Prognoseplattformen zu regulieren.

Doch die Bundesstaaten lassen sich nicht einschüchtern. Nevada erwirkte kürzlich eine einstweilige Verfügung, um Kalshi die Bereitstellung von Prognoseverträgen zu Sport, Wahlen und Unterhaltung zu untersagen. Arizona reichte sogar eine Strafanzeige gegen die Muttergesellschaft von Kalshi ein, weil sie ohne Lizenz illegales Glücksspiel betreibt. Kalshi wies die Vorwürfe energisch zurück und forderte Arizona auf, die Klage zurückzuziehen.

Der Rechtsstreit hat sich inzwischen auf mehrere Bundesstaaten ausgeweitet. Massachusetts und Michigan haben Klagen gegen Kalshi eingereicht; Polymarket hat seinerseits Michigan verklagt, um die strengen Glücksspielgesetze des Staates zu blockieren. Zudem wies das US Ninth Circuit Court of Appeals kürzlich den Antrag von Kalshi auf einstweilige Verfügung gegen Nevada ab, was weiteren Bundesstaaten den Weg für restriktive Maßnahmen ebnet.

Trotz der regulatorischen Unsicherheiten bleibt die Attraktivität der Prognosemärkte für Investoren hoch. Berichten zufolge suchen Kalshi und Polymarket derzeit nach einer Finanzierung im Wert von 20 Milliarden US-Dollar. Große Finanzinstitute wie Susquehanna und Jump Trading agieren bereits als Market Maker bei Kalshi, und Tradeweb kooperiert mit der Plattform bei der Datenbereitstellung.

Obwohl einige Sportorganisationen Bedenken hinsichtlich Manipulationen und Insiderhandel bei Prognosemärkten äußern, hat die Major League Baseball (MLB) kürzlich eine Lizenzvereinbarung mit Polymarket geschlossen, die den Zugriff auf Ligadaten erlaubt. Voraussetzung ist eine enge Zusammenarbeit und eine strenge Überwachung verdächtiger Aktivitäten.

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  • Dieser Artikel wurde mit Genehmigung von „Blockcast“ übernommen
  • Originaltitel: „US-Bi-Partisanen-Senatoren planen Gesetz gegen ‚Prognosemärkte‘ und Sportwetten“
  • Originalautor: Blockfrau MEL
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