Gründer von Manus von chinesischen Behörden an Ausreise gehindert, Meta-Übernahmeverfahren von 2 Milliarden Dollar unter Überprüfung

ChainNewsAbmedia

Chinesische Regulierungsbehörden untersuchen das Startup Manus im Bereich Künstliche Intelligenz weiterhin. Heute wurde bekannt, dass die beiden Gründer die Ausreise verboten wurde und die Übernahme des Unternehmens durch Meta für 2 Milliarden US-Dollar geprüft wird. Dieser Fall hat in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit für die Abwanderung chinesischer KI-Startups ausgelöst und erneut die Sensibilität Pekings gegenüber der Abwanderung der heimischen Tech-Industrie ins Ausland geweckt.

Manus-Gründer von Beijing Behörden vorgeladen und Ausreise verboten

Die Financial Times (FT) berichtete, dass Manus-CEO Xiao Hong und Chief Scientist Ji Yichao Anfang dieses Monats von den Beijing Behörden vorgeladen wurden, um mit Beamten der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission zu sprechen. Drei Insider sagten, die beiden seien befragt worden, ob die in China ansässigen Einheiten gegen ausländische Direktinvestitionsbestimmungen verstoßen haben.

Nach dem Gespräch wurde den beiden, die bisher häufig in Singapur ansässig waren, mitgeteilt, dass die Regulierungsbehörden die Prüfung durchführen. Sie dürfen vorerst nicht ausreisen, sind aber innerhalb Chinas frei beweglich. Die Behörden haben noch keine formelle Akte eröffnet oder Anklagen erhoben. Manus sucht derzeit aktiv nach Anwälten und Beratern, um die Krise zu bewältigen.

Von China nach Singapur und dann von Meta entdeckt

Manus wurde 2022 von Xiao Hong und anderen in China gegründet. Die chinesische Tochtergesellschaft „Beijing Butterfly Effect Technology“ war für die Entwicklung erster Produktversionen zuständig. Nach einer Finanzierungsrunde im letzten Jahr, bei der bekannte US-Risikokapitalgeber wie Benchmark investierten, verlegte Manus seinen Hauptsitz und das Kernteam nach Singapur und änderte den Namen in Butterfly Effect Pte.

Ende letzten Jahres kündigte Meta an, Manus für 2 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Alexandr Wang, Leiter des Meta AI-Geschäfts und Gründer von Scale AI, sagte damals, dass das Team mit über 100 Personen Metas Ambitionen stärken werde, in Singapur führende KI-Produkte zu entwickeln.

(Meta übernimmt chinesisches KI-Startup Manus – warum ist das eine gute Transaktion?)

Chinas Handelsministerium greift ein, schlimmstenfalls könnte die Transaktion rückgängig gemacht werden

Zuvor berichtete Chain News, dass das chinesische Handelsministerium die Übernahme prüft. Der Fokus liegt darauf, ob die Transaktion gegen Exportkontrollbestimmungen verstößt. Die Eingriffe der Entwicklungs- und Reformkommission konzentrieren sich zudem auf mögliche Verstöße, weil Manus’ chinesische Einheit nach der Änderung der Eigentumsverhältnisse keine ordnungsgemäße Meldung gemacht hat.

Ein Insider sagte, selbst wenn Verstöße bestätigt werden, seien die Strafen nach chinesischem Recht meist nicht streng. Allerdings scheinen die Behörden derzeit aktiv nach rechtlichen Grundlagen zu suchen, um eingreifen zu können.

Ein weiterer Insider verriet, dass im schlimmsten Fall die Übernahme rückgängig gemacht werden könnte. Da Meta bereits begonnen hat, Manus’ KI-Software in die eigene Plattform zu integrieren, wäre eine Rückabwicklung äußerst komplex. Es ist unklar, ob die chinesischen Regulierungsbehörden tatsächlich so rigoros vorgehen.

Meta betonte, dass die Transaktion vollständig im Einklang mit allen geltenden Gesetzen stehe und erwartet, dass die Untersuchung ordnungsgemäß gelöst wird.

Pekings Weckruf für lokale KI-Startups: Warnung vor „Verkauf der grünen Setzlinge“

Die tiefere Bedeutung dieses Falls liegt in Pekings hoher Wachsamkeit gegenüber sogenannten „Verkäufen der grünen Setzlinge“ im strategischen Bereich der KI. Dabei handelt es sich um den Verkauf von noch jungen, inländischen KI-Assets zu niedrigen Preisen an ausländische Käufer. Die chinesische Regierung befürchtet, dass Manus durch die Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland regulatorische Beschränkungen in China umgehen könnte. Wird dieses Muster nicht eingedämmt, könnten weitere KI-Startups diesem Beispiel folgen.

Der Fall könnte zu einem symbolischen Präzedenzfall werden, der zeigt, dass die chinesische Regierung aktiv in grenzüberschreitende Transaktionen chinesischer KI-Unternehmen eingreift, um ihre strategischen Positionen im globalen KI-Wettbewerb zu sichern.

Dieser Artikel über die Beschränkung der Ausreise der Manus-Gründer durch chinesische Behörden und die Überprüfung des 20-Milliarden-Dollar-Deals mit Meta erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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