
Amerikanischer Kongressabgeordneter Adrian Smith und Nikki Budzinski haben am 25. März gemeinsam den “Predict Act” (Gesetz zur Verhinderung von Echtzeit-Ausbeutung und betrügerischem Insiderhandel) eingebracht, das es verbietet, dass US-Präsidenten, Vizepräsidenten, Kongressmitglieder und politische Amtsträger auf Verträge im Zusammenhang mit politischen Ereignissen, politischen Entscheidungen und anderen Regierungsmaßnahmen in Vorhersagemärkten wetten.
(Quelle: US-Kongress)
Die Einbringung des Predict Act steht in direktem Zusammenhang mit mehreren jüngsten Vorfällen im Bereich der Vorhersagemärkte, die öffentliches Misstrauen ausgelöst haben. Budzinski erklärte, dass in den letzten Monaten Händler enorme Gewinne durch Wetten auf hochpolitisch sensible Ereignisse wie den Verlauf des Iran-Kriegs oder die Dauer eines Regierungsstillstands erzielt haben, was berechtigte Zweifel an der Nutzung von Insiderinformationen aufkommen lässt.
Der Kern des Gesetzes verbietet es beschränkten Amtsträgern und deren Angehörigen, auf “politische Ereignisse, politische Entscheidungen oder andere Regierungshandlungen” zu wetten. Verstöße werden mit einer Geldstrafe in Höhe von 10 % des Vertragswertes belegt, und alle Gewinne müssen abgegeben werden. Budzinski betonte, dass es notwendig sei, Gesetzeslücken zu schließen, die Insider profitieren lassen.
Bereits im selben Monat hatten zwei demokratische Senatoren den “BETS OFF Act” eingebracht, ein Gesetz zur Verhinderung von Handel mit sensiblen Operationen und Bundesfunktionen. Senator Chris Murphy erklärte öffentlich, dass jemand möglicherweise interne Informationen genutzt haben könnte, um auf Trumps Beteiligung an iranischen Militäraktionen zu wetten, was den legislativen Schwung beschleunigte.
Der Predict Act ist Teil einer größeren legislativen Bewegung und keine isolierte Aktion:
11 Bundesstaaten haben bereits rechtliche Schritte eingeleitet: Zwei weitere Bundesstaaten bereiten Klagen vor, die Reaktion auf Vorhersagemärkte hat einen kritischen Punkt erreicht.
Bundesgesetz zum Sportwettenvertrag: Senator John Curtis und Adam Schiff haben am Montag ein Gesetz vorgeschlagen, das die Registrierung von Vorhersagemärkten, die “Sportwetten oder Casino-ähnliche Spiele” sind, bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verbieten soll.
Wende in der CFTC-Politik löst Kontroversen aus: Gesetzgeber kritisieren, dass die CFTC ihre Durchsetzungsmaßnahmen plötzlich verschärft, was im Widerspruch zu ihrer 15-jährigen Verbotslinie für den Handel mit Wetten ist, und aktiv in laufende Klagen eingreift.
Angesichts des zunehmenden legislativen Drucks ergreifen auch führende Vorhersagemarkt-Plattformen Selbstregulierungsmaßnahmen. Kalshi und Polymarket haben bereits ihre internen Regeln verschärft, um professionellen Sportlern und politischen Kandidaten das Wetten auf der Plattform zu untersagen, um proaktiv Compliance zu demonstrieren.
Der Predict Act soll US-Präsidenten, Vizepräsidenten, Kongressmitglieder sowie politische Amtsträger und deren Ehepartner und Angehörige daran hindern, auf politische Ereignisse, politische Entscheidungen oder andere Regierungshandlungen in Vorhersagemärkten zu wetten. Verstöße ziehen eine Geldstrafe in Höhe von 10 % des Vertragswertes nach sich, und alle Gewinne sind an das US-Finanzministerium abzuführen.
Gesetzgeber weisen darauf hin, dass einige Händler vor politischen Sensitivitäten wie dem Iran-Krieg oder Regierungsstillständen ungewöhnlich präzise Positionen aufbauen und enorme Gewinne erzielen. Senator Chris Murphy nannte explizit, dass möglicherweise interne Informationen genutzt wurden, um auf Trumps Beteiligung an iranischen Militäraktionen zu wetten. Frühere On-Chain-Aufzeichnungen von Polymarket-Informanten-Wallets sind hierfür ein wichtiger Hintergrund.
Der Predict Act wurde im März 2026 eingebracht und befindet sich noch in den Anfängen des Gesetzgebungsprozesses. Es sind Ausschussprüfungen und Abstimmungen im Kongress notwendig, die letztliche Verabschiedung ist unsicher. Parallel dazu stehen das BETS OFF-Gesetz und die Gesetzgebung zu Sportwetten, die zusammen den aktuellen legislativen Druck auf Vorhersagemärkte bilden.