Gate News Nachricht: Der Bitcoin-Preis ist in die Nähe von 68.000 USD zurückgefallen. Zuvor waren mehrere Anläufe gescheitert, die Marke von 70.000 USD zu durchbrechen, und die Marktdynamik hat spürbar nachgelassen. Der aktuelle Preis befindet sich zwar weiterhin in der Handelsspanne von 65.000 bis 73.000 USD, doch das Risiko, die Unterkante der Spanne nach unten zu testen, steigt.
Das On-Chain-Daten-Portal Glassnode zeigt, dass der jüngste Preisanstieg ohne ausreichendes Handelsvolumen und ohne Unterstützung durch aktive Adressen erfolgt ist; die Marktteilnahme ist begrenzt, was auf eine anhaltend schwache Nachfrage-Seite hindeutet. Gleichzeitig weist der Liquiditätsanbieter Caladan darauf hin, dass große Inhaber (Whales) weiterhin Bestände abbauen. Dadurch hängt die Bitcoin-Entwicklung stärker von makroökonomischen Kapitalflüssen und dem Derivatehandel ab als von den echten Kauforders im Spotmarkt.
Auch die Signale im Derivatemarkt sind eher vorsichtig. Optionsdaten zeigen, dass die Nachfrage nach Downside-Absicherungen gestiegen ist; die implizite Volatilität liegt weiterhin dauerhaft über der tatsächlichen Volatilität. Das deutet darauf hin, dass Anleger potenziell starke Schwankungen bereits im Voraus einpreisen. Die negative-Gamma-Struktur, die sich um 68.000 USD gebildet hat, könnte dazu führen, dass Market Maker beim Kursrückgang gezwungen sind, passiv zu verkaufen, wodurch die Abwärtsbewegung verstärkt wird.
Wenn eine entscheidende Unterstützung nachgibt, könnte der Markt in eine beschleunigte Abwärtsphase übergehen. Analysten zufolge besteht bei einem Bruch der Unterkante der Spanne die Möglichkeit, dass der Preis auf 60.000 USD zurückfällt. Die Prognoseplattform Polymarket zeigt, dass die Markterwartung für einen Rückgang im April unter 65.000 USD auf 68% gestiegen ist, während die Wahrscheinlichkeit, 80.000 USD anzugreifen, deutlich abgekühlt ist.
Derzeit zeigt der Bitcoin-Markt die Merkmale von „oberflächlicher Stabilität, innerer Zerbrechlichkeit“. Wenn es an neuem Kapitalzufluss mangelt oder sich das makroökonomische Umfeld nicht verbessert, dürfte sich die Preisstruktur möglicherweise nur schwer aufrechterhalten lassen. Der kurzfristige Kursverlauf wird dann in hohem Maße davon abhängen, wie die entscheidenden Unterstützungsniveaus abschneiden.