PANews, 5. Dezember – Laut einem Bericht von CoinDesk erklärte James Butterfill, Forschungsleiter bei der Krypto-Vermögensverwaltung CoinShares, dass die Blase der Digital Asset Treasury (DAT)-Unternehmen im Wesentlichen geplatzt sei. Im Sommer 2025 werden einige Unternehmen, die zuvor mit einem Vielfachen des Marktwerts zum Nettoinventarwert (mNAV) von 3- bis 10-mal gehandelt wurden, nun auf etwa das 1-fache oder sogar darunter zurückgefallen sein. Dieses Handelsmodell, das Token-Treasuries als Wachstumsmotor betrachtete, hat eine drastische Korrektur erlebt. Die weitere Entwicklung hängt vom Marktverhalten ab: Entweder führen fallende Preise zu einem ungeordneten Ausverkauf oder die Unternehmen halten ihre Positionen und warten auf eine Erholung. Butterfill tendiert eher zu Letzterem, da sich das makroökonomische Umfeld verbessert und im Dezember möglicherweise Zinssenkungen anstehen, was Kryptowährungen stützen würde.
Butterfill betont, dass die größeren Herausforderungen struktureller Natur sind. Zuvor hatten einige Unternehmen durch den öffentlichen Markt riesige Treasury-Bestände aufgebaut, ohne ein nachhaltiges Geschäft zu entwickeln, was ihrem Ruf schadete. Investoren zeigen inzwischen weniger Toleranz gegenüber Verwässerung des Eigenkapitals und extremer Konzentration auf Einzelwerte, wenn keine realen Betriebseinnahmen vorhanden sind. Es gibt Anzeichen dafür, dass stärkere Unternehmen Bitcoin bereits in strenge Treasury- und Devisenmanagement-Strategien integrieren, was auf eine gesündere Entwicklung hindeutet. Das Konzept der digitalen Asset-Treasuries verschwindet nicht, sondern wird neu klassifiziert: Die neue Unternehmensgeneration muss auf Fundamentaldaten gestützt sein, ein glaubwürdiges Geschäftsmodell, strengere Governance-Strukturen und realistische Erwartungen vorweisen – digitale Vermögenswerte sollen als Werkzeug dienen, nicht als Allheilmittel.
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