Tom Kruise prognostiziert ein fragmentiertes Internet, schwächer werdenden Globalismus und einen zunehmenden Fokus auf Energie, Rechenleistung und digitale Souveränität.
Vitalik Buterin warnt vor einem „Corposlop-Web“ und fordert den Einsatz von Kryptographie und Datenschutz-Tools zum Schutz der Nutzeraufmerksamkeit und -autonomie.
Zachary Williamson sagt, werbungsgetriebene Anreize untergraben die Handlungsfähigkeit und sieht Zero-Knowledge-Systeme als Weg zur Nutzersouveränität.
Eine Reihe öffentlicher Erklärungen von 2024 bis Anfang 2026 skizzierte eine Verschiebung in der Entwicklung der technologischen Macht. Marktkommentator Tom Kruise veröffentlichte langfristige Prognosen zu Geopolitik, Arbeit und der Struktur des Internets. Ethereum-Gründer Vitalik Buterin und Aztec-Gründer Zachary Williamson reagierten später online und äußerten Bedenken hinsichtlich digitaler Souveränität, Unternehmensanreizen und Nutzerautonomie.
Kruise’s Ausblick für 2026–2030 beschrieb laut seinen veröffentlichten Kommentaren einen Rückgang des Globalismus und eine zunehmende nationale Resilienz. Besonders hob er Energie-, Rechen-, Lebensmittel- und Mineralien-Souveränität als strategische Prioritäten hervor. Er beschrieb auch ein fragmentiertes Internet, das in offene, Festungs- und Souveräne Netzwerke unterteilt ist.
Allerdings wies Kruise auch auf ständige Grauzonen-Konflikte hin. Er nannte Cyberdruck, Satellitenstörungen und Infrastrukturunterbrechungen als Grundbedingungen. Daher könnten digitale Präsenz, Aufmerksamkeit und Authentizität wirtschaftlichen Wert gewinnen.
In einer öffentlichen Reaktion erklärte Vitalik Buterin, er stimme etwa 60 % von Kruise’s Aussagen zu. Er betonte jedoch die Kluft zwischen dem, was er den „Corposlop-Web“ nennt, und einer souveränen Alternative.
Laut Buterin verbindet das Corposlop eine Unternehmensoptimierung, poliertes Branding und gewinnorientiertes Verhalten. Er nannte Beispiele wie Social-Media-Engagement-Taktiken, Massen-Datensammlung und geschlossene Plattformen.
Er kontrastierte dies jedoch mit datenschutzorientierten, meinungsstarken Tools, die Nutzer stärken. Besonders argumentierte er, dass Souveränität heute auch den Schutz der Aufmerksamkeit und persönlicher Daten durch Kryptographie umfasst.
Aztec-Gründer Zachary Williamson vertiefte diese Bedenken in einem detaillierten Aufsatz, der 2024 veröffentlicht wurde. Laut Williamson trieben Werbeanreize das Wachstum der Attention Economy voran.
Er erklärte, dieses Modell schwäche gemeinsame Narrative und reduzierte die menschliche Handlungsfähigkeit. Williamson wies jedoch auf Zero-Knowledge-Kryptographie und datenschutzschützende Blockchains als Alternativen hin.
Er beschrieb Tools wie zkEmail und zkPassport als Methoden, um Informationen nachzuweisen, ohne Daten offenzulegen. Dadurch könnten neue Zahlungs- und Berechtigungssysteme die Abhängigkeit von Überwachungsplattformen verringern.