Powell gibt zu, dass es rechtlichen Druck gab: Die Untersuchung gegen mich ist, weil ich Trumps Forderung nach Zinssenkungen abgelehnt habe

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Federal Reserve Chairman Powell verbindet erstmals öffentlich die strafrechtliche Untersuchung des US-Justizministeriums gegen ihn mit seiner Weigerung, gemäß den Wünschen von Präsident Trump die Zinsen zu senken, und betont, dass die Federal Reserve ihre Geldpolitik auf Basis von Wirtschaftsdaten und nicht unter politischem Druck festlegen sollte. Diese Stellungnahme löst erneut große Besorgnis darüber aus, ob die Unabhängigkeit der US-Notenbank tatsächlich bedroht ist.
(Vorheriger Kontext: Powell sagte einmal: „Außer ich sterbe“ würde er niemals vorzeitig zurücktreten – die letzte Bastion der Unabhängigkeit der Federal Reserve)
(Hintergrund: Die Vorgeschichte des Drucks von Trump auf Powell: Globale Liquiditätsflut ausgelöst durch die Fed-Umgestaltung)

Inhaltsverzeichnis

  • Powell: Die Untersuchung ist „der Preis für Gehorsamverweigerung“
  • Trumps Druckmaßnahmen eskalieren weiter
  • Warnsignal für die Unabhängigkeit der Zentralbank

Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, hat kürzlich ungewöhnlich offen die strafrechtliche Untersuchung gegen ihn mit politischen Faktoren in Verbindung gebracht. Er erklärte, die strafrechtliche Untersuchung des Bundesanklägers in Washington D.C. bezüglich der Renovierung des Fed-Hauptquartiers sei in Wirklichkeit die „Folge seiner Weigerung, die Zinsen gemäß den Wünschen von Präsident Trump zu senken“.

Powell: Die Untersuchung ist „der Preis für Gehorsamverweigerung“

Powell erklärte in einer Stellungnahme, diese Untersuchung sei „ein Ergebnis dafür, dass die Federal Reserve ihre Zinsen auf Grundlage der besten Einschätzung für die Öffentlichkeit festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt.“ Er fügte hinzu, dass das Kernproblem dieser Untersuchung darin bestehe, „ob die Federal Reserve weiterhin auf Beweisen und wirtschaftlichen Bedingungen basiert – oder ob die Geldpolitik durch politischen Druck oder Einschüchterung beeinflusst wird.“

Laut Berichten konzentriert sich die Untersuchung des Justizministeriums scheinbar auf die Renovierungsarbeiten im Fed-Hauptquartier und darauf, ob Powell dem Kongress irreführende Angaben zum Umfang des Projekts gemacht hat. Allerdings deutet Powells jüngste Reaktion klar an, dass er glaubt, hinter dieser Untersuchung könnten tiefere politische Motive stecken.

Trumps Druckmaßnahmen eskalieren weiter

Trumps Regierung übt bereits seit Monaten Druck auf die Federal Reserve aus. Er hat mehrfach öffentlich Powell und die Zinsentscheidungen der Fed kritisiert und mit rechtlichen Schritten gegen die Renovierungsarbeiten im Hauptquartier gedroht. Besonders bemerkenswert ist, dass Trump versucht hat, die Fed-Ratsmitglied Lisa Cook zu entlassen, was jedoch vom Obersten Gerichtshof abgelehnt wurde.

Powells Amtszeit läuft im Mai 2026 aus, und Trump hat bereits potenzielle Nachfolger ins Auge gefasst.

Derzeit gilt Kevin Hassett, Trumps Wirtschaftsberater, als Favorit für die Nachfolge Powells. Hassett hat jedoch öffentlich erklärt, dass selbst wenn er Fed-Chef würde, Trumps Ansichten zu den Zinsen „keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Fed haben werden“.

Warnsignal für die Unabhängigkeit der Zentralbank

Powells jüngste Äußerungen bringen das Thema der Unabhängigkeit der Federal Reserve erneut in den Fokus. Traditionell gilt die Unabhängigkeit der Zentralbank als Grundpfeiler für die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik. Sobald die Märkte erkennen, dass die Entscheidungen der Fed durch politische Einflüsse beeinflusst werden, könnten Reaktionen wie unkontrollierte Inflationserwartungen oder eine geringere Vorhersehbarkeit der Zinsentscheidungen ausgelöst werden.

Für den Kryptowährungsmarkt ist die Unsicherheit in der Geldpolitik der Fed ebenfalls ein entscheidender Faktor. Wenn die Fed unter politischem Druck gezwungen ist, die Zinsen schneller zu senken, könnte dies kurzfristig risikoreiche Anlagen beflügeln; langfristig jedoch könnte der Vertrauensverlust in die Zentralbank zu stärkeren Marktvolatilitäten führen.

Da Powells Amtszeit sich dem Ende zuneigt, wird das Machtspiel zwischen Fed und dem Weißen Haus wahrscheinlich weiter eskalieren. Dieses Ringen um die Unabhängigkeit der US-Geldpolitik wird eines der wichtigsten Themen sein, auf das die globalen Finanzmärkte im Jahr 2026 besonders achten werden.

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