Bitcoin stieg am Montag leicht an, wobei die Federal Reserve weithin eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte in dieser Woche erwartete und ihr Zielzins auf eine Spanne von 3,5 % bis 3,75 % anpasste. Im Gegensatz zur traditionellen Logik der “Zinssenkungen zum Vorteil von Risikoanlagen und der Senkung der Anleiherenditen” sind die US-Staatsanleihenrenditen jedoch weiter gestiegen, was die Marktstimmung vorsichtiger macht.
Konventionell bedeuten Zinssenkungen eine erhöhte Liquidität, und günstigeres Kapital treibt die Investitions- und Kreditnachfrage an, unterstützt den Preis riskanter Vermögenswerte wie Bitcoin und senkt kurzfristige Zinssätze und Renditen. Laut den Daten stieg Bitcoin an diesem Tag um mehr als 1,5 %, lag bei etwa 91.800 US-Dollar und erholte sich in den letzten drei Wochen von 80.000 US-Dollar mit höheren Tiefs und Hochs.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe widersetzte sich jedoch dem Trend und stieg auf 4,15 %, dem höchsten Wert seit dem 20. November. Die Renditen sind seit der vergangenen Woche um fast 20 Basispunkte gestiegen, was Bedenken hinsichtlich “hawkischer Zinssenkungen” auslöst. Marktteilnehmer glauben, dass Anleihehändler Powells mögliches vorsichtiges Signal im Voraus widerspiegeln, dass er nicht bereit ist, eine klare Lockerung des Kurses 2026 zu berücksichtigen.
Marcus Thielen, Gründer von 10x Research, stellte fest, dass das eigentliche Risiko nicht in der Zinssenkung selbst, sondern in der Formulierung der Pressekonferenz liegt. Er glaubt, dass Powell andeuten könnte, die Zinssenkungen zu pausieren, die der Kryptomarkt noch nicht vollständig eingepreist hat. Greg Magadini von Amberdata fügte hinzu, dass zwar die jüngsten schwächeren Beschäftigungs- und Inflationsdaten eine Zinssenkung stützen, der Markt aber beobachten werde, ob die Zinssenkung duufrei oder falkenhaft ist.
Analysten der ING wiesen darauf hin, dass die Uneinigkeit innerhalb der Fed darüber, ob Inflation oder Arbeitsmarkt kritischer ist, zunehmend zunimmt und das Tempo der Zinssenkungen im Jahr 2026 sich verlangsamen könnte. Sie erwarten nicht, dass die Fed in ihren neuesten Prognosen leicht weitere duutartige Signale veröffentlicht.
Jeff Anderson, Leiter Asien bei STS Digital, ist der Ansicht, dass der Anstieg der 10-Jahres-Renditen mit aktuellen Trends übereinstimmt, wobei der Markt dazu neigt, Staatsanleihen zu verkaufen, wenn die Renditen 4,00 % erreichen. Darüber hinaus beobachten die globalen Märkte die Veränderungen der Renditen japanischer Staatsanleihen genau, und Japan könnte im Dezember die Zinssätze erhöhen, was die globalen Renditen in die Höhe treiben und eine Schuldbegleichung von Risikovermögen auslösen könnte.
Gleichzeitig beobachtet der Markt auch, ob die Fed ein “Reservemanagement-Kaufprogramm” starten wird, um die Dollar-Liquidität durch den Kauf kurzfristiger Staatsanleihen zu verbessern. Einige Analysten glauben, dass solche Diskussionen bei der Sitzung dieser Woche entstehen könnten.
Insgesamt hat Bitcoin einen stetigen Trend gehalten, aber steigende Staatsanleihenrenditen, die Politik der Fed und das globale Zinsumfeld könnten neue Volatilitätsfaktoren in den Markt bringen. (CoinDesk)
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