Während Donald Trump seinen ehrgeizigen Plan vorstellt, Venezuelas Ölsektor mit Unterstützung der USA wiederzubeleben, werfen Investoren und Energiechefs kühlende Wasser auf die Idee. Wall Street signalisiert deutlichen Skeptizismus: Eine schnelle Erholung ist unrealistisch, und die Risiken—sowohl politischer als auch finanzieller Natur—sind enorm. Nachrichten über eine mögliche Erholung lösten einen Verkaufsanstieg bei großen US-Energieaktien aus, während Analysten warnten, dass logistische Zusammenbrüche und jahrzehntelange Misswirtschaft im venezolanischen Ölsektor jeglichen echten Fortschritt für Jahre verzögern könnten.
$100 Milliarden benötigt – und ein Jahrzehnt Arbeit vor uns Laut Bloomberg würde die Wiederherstellung der venezolanischen Öl-Infrastruktur über $100 Milliarden Investitionen erfordern und mindestens zehn Jahre für den Wiederaufbau benötigen—und das ist das optimistische Szenario. Francisco Monaldi, Direktor für Energiepolitik für Lateinamerika am Baker Institute der Rice University, sagte, dass die Produktion auf das Niveau der 1970er Jahre—fast 4 Millionen Barrel pro Tag—wiederhergestellt werden müsste, was jährlich $10 Milliarden an Kapital für ein Jahrzehnt erfordern würde. „Eine schnellere Erholung würde noch aggressivere Ausgaben erfordern“, fügte er hinzu. Venezuela produziert derzeit nur etwa 1 Million Barrel pro Tag, obwohl es die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt besitzt.
Infrastrukturzusammenbruch: Häfen, Pipelines und Raffinerien in Trümmern Nach Jahren wirtschaftlichen Niedergangs unter Nicolás Maduro—der am vergangenen Wochenende von US-Streitkräften festgenommen wurde—liegt die Öl-Infrastruktur in Trümmern: 🔹 Hafenbetriebe sind schleppend – das Beladen von Supertankern dauert bis zu 5 Tage, verglichen mit 1 Tag vor sieben Jahren
🔹 Ölplattformen sind verlassen – einige werden tagsüber für Teile ausgeraubt
🔹 Pipelines rosten und lecken, einige wurden angeblich vom staatlichen Ölkonzern demontiert und als Schrott verkauft
🔹 Das einst mächtige Raffineriekomplex Paraguana läuft jetzt nur noch intermittierend mit minimaler Kapazität; einige Einheiten sind komplett außer Betrieb Das Land kann nicht einmal das kleine Öl, das es noch fördert, veredeln, da wichtige Anlagen außer Betrieb oder veraltet sind.
Wall Street sagt: Nicht auf den Hype reinfallen Analysten bei RBC Capital Markets, darunter Helima Croft, warnten, dass Hoffnungen auf einen schnellen Produktionsboom Wunschdenken seien. „Einige werden dies wie einen ‚Mission accomplished‘-Moment behandeln“, schrieben sie, „aber die Erreichung von 3 Millionen Barrel pro Tag ist höchst unwahrscheinlich in naher Zukunft—selbst wenn Sanktionen aufgehoben werden und der politische Machtwechsel reibungslos verläuft.“ Neil Shearing, Chefvolkswirt bei Capital Economics, fügte hinzu, dass die größten Reserven der Welt wenig bedeuten, wenn die Kapazität zur Ausbeutung fehlt. Selbst wenn Venezuela 3 Millionen Barrel pro Tag erreichen würde, so bemerkte er, würde dies nur etwa 2 % zur globalen Versorgung beitragen.
Ölpreise reagieren—aber Gewinne werden begrenzt sein Analysten von Goldman Sachs deuten an, dass die Situation Venezuelas die Brent-Rohölpreise um etwa $2 pro Barrel in beide Richtungen verschieben könnte. Wenn die Produktion steigt, könnten die Preise sinken. Wenn die Produktion schwächelt, könnten die Preise steigen. Ihr langfristiges Modell zeigt, dass, wenn Venezuela bis 2030 2 Millionen Barrel pro Tag erreicht, dies zu einem Rückgang der Brent-Preise um 4 $ pro Barrel im Vergleich zu den aktuellen Prognosen führen könnte.
Chevron hält durch—Exxon und Conoco bleiben fern Chevron ist derzeit das einzige große US-Ölunternehmen, das in Venezuela tätig ist. Es macht etwa 25 % der aktuellen Produktion des Landes aus, unter einer Sonderlizenz, die es erlaubt, bestimmte US-Sanktionen zu umgehen. ExxonMobil und ConocoPhillips, die beide Anfang der 2000er Jahre unter Hugo Chávez enteignet wurden, sind weiterhin abwesend. Exxon hat erklärt, dass es nur dann zurückkehren wird, wenn sich die Bedingungen erheblich ändern. Chevron bleibt vorsichtig: „Wir setzen weiterhin Prioritäten bei der Sicherheit unserer Mitarbeiter und dem Schutz unserer Vermögenswerte in Venezuela und arbeiten in voller Übereinstimmung mit allen geltenden Gesetzen und Vorschriften“, sagte das Unternehmen.
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