Drei Rahmenwerke, Zero Harmony: Warum die globale Krypto-Regulierung Institutionen an den Rand drängt...

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Die EU, die USA und das Vereinigte Königreich haben jeweils umfassende Krypto-Rahmenwerke vorgestellt, aber gestaffelte Zeitpläne und strukturelle Inkompatibilitäten bedeuten, dass Institutionen Infrastruktur aufbauen, aber kein Kapital einsetzen.

2025 sollte das Jahr der institutionellen Akzeptanz werden. Die Schlagzeilen deuteten darauf hin: JPMorgan erkundet Krypto-Handel, große Banken kündigen Stablecoin-Initiativen an, Regulierungsbehörden auf drei Kontinenten finalisieren Rahmenwerke.

Doch schauen Sie hinter die Pressemitteilungen. Die drei größten Finanzmärkte der Welt haben grundlegend unterschiedliche Ansätze gewählt und operieren auf nicht abgestimmten Zeitplänen, die globale Institutionen in regulatorischer Schwebe lassen.

MiCA: Erster Vorreiter, ungleichmäßige Einführung

Die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) der EU wurde im Januar 2025 zum weltweit ersten umfassenden Krypto-Rahmenwerk. Theoretisch ist es der Goldstandard. In der Praxis ist die Umsetzung jedoch chaotischer.

Bis Dezember: 102 lizenzierte Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) in der EU, davon 12 traditionelle Kreditinstitute. Der Markt für Stablecoin-Emittenten bleibt jedoch unterentwickelt, nur 30 aktive Emittenten.

Die Niederlande und Malta erteilten Lizenzen am ersten Tag. Deutschland folgte Mitte Januar. Andere Mitgliedstaaten verzögern Übergangsfristen bis Juli 2026. Divergierende nationale Interpretationen bestehen weiterhin, und es besteht Verwirrung darüber, wie MiCA mit bestehenden Zahlungsregeln interagiert.

Das Versprechen „einmal genehmigen, überall betreiben“ hat sich noch nicht vollständig materialisiert.

USA: Stablecoins gelöst, Marktstruktur stagniert

Die Vereinigten Staaten lieferten eine geteilte Entscheidung. Am 18. Juli unterzeichnete Präsident Trump den GENIUS Act – die erste bundesweite Krypto-Gesetzgebung in der US-Geschichte. Das Stablecoin-Rahmenwerk erfordert 1:1-Reservenabsicherung mit Dollar oder kurzfristigen Staatsanleihen, monatliche Offenlegungen und klärt entscheidend, dass Zahlungs-Stablecoins keine Wertpapiere oder Rohstoffe sind.

SEC-Vorsitzender Paul Atkins bezeichnete es als transformativ. Das OCC begann sofort mit der Umsetzung.

Doch zwei Hürden stehen im Weg. Erstens tritt GENIUS erst am 18. Januar 2027 in Kraft. Zweitens ist das umfassendere CLARITY Act – das den SEC-gegen-CFTC-Jurisdiktionsstreit für Nicht-Stablecoin-Kryptos endgültig klären sollte – im Senat ins Stocken geraten.

Der Senatsbankenausschuss erarbeitete ein alternatives Rahmenwerk (RFIA), das der SEC mehr Ermessensspielraum lässt. Bis zur Einigung wissen Institutionen nicht, welcher Regulator für alles, was kein Stablecoin ist, zuständig sein wird.

„Die Verschiebung der Marktstruktur-Gesetzgebung ins nächste Jahr spiegelt die Tiefe des parteiübergreifenden Engagements wider, nicht einen Mangel an Momentum“, sagte die Blockchain Association gegenüber CoinDesk. Für Compliance-Teams ist das nur kalte Trost.

Vereinigtes Königreich: Umfassendes Rahmenwerk, Zeitplan 2027

Das Vereinigte Königreich ist am weitesten zurück, aber am methodischsten. Im Dezember veröffentlichte HM Treasury den endgültigen Gesetzesentwurf, der Stablecoins, Handelsplattformen, Verwahrung, Staking und Vermittler unter das bestehende FSMA-Rahmenwerk stellt.

Der Starttermin: 25. Oktober 2027.

Im Gegensatz zum maßgeschneiderten MiCA-Ansatz der EU erweitert das UK die bestehende Regulierungsarchitektur auf Krypto – gleiche Rahmenbedingungen, neue Asset-Klasse. Die FCA hat drei Konsultationen zu Verhaltensregeln, Marktmissbrauch und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gestartet.

Wesentliche Abweichung von den USA: UK-Stablecoin-Emittenten können Zinsen aus den hinterlegten Vermögenswerten nicht an Inhaber weitergeben. Die Bank of England entwickelt außerdem ein separates Regime für systemische Sterling-Stablecoins, mit vorgeschlagenen Haltegrenzen von £20.000 für Privatpersonen.

Die FCA hat einen Regulierungs-Sandbox für Stablecoin-Emittenten eingerichtet – eine implizite Anerkennung, dass das Rahmenwerk auf Praxistauglichkeit getestet werden muss.

Das Inkompatibilitätsproblem

Für globale Institutionen führen diese Missalignments zu Deployment-Paralysen.

Zeitplan-Problem: MiCA ist in Kraft, aber fragmentiert. GENIUS tritt 2027 in Kraft. Das UK-Regime folgt Ende 2027. Eine koordinierte globale Einführung bedeutet, auf die langsamste Jurisdiktion zu warten.

Struktureller Konflikt: MiCA verbietet Zinszahlungen an Stablecoin-Inhaber grundsätzlich. GENIUS verbietet vom Emittenten gezahlte Zinsen, lässt aber eine Lücke für Vermittler wie Börsen – eine Lücke, die US-Banken kritisiert haben. Das UK neigt eher zur strengeren EU-Ansatz.

Multi-Emissionen, bei denen Entitäten in verschiedenen Jurisdiktionen identische Stablecoins unter unterschiedlichen Regimen ausgeben, bleiben ungelöst. MiCA regelt dies nicht ausdrücklich; die Europäische Kommission wird voraussichtlich klärende Leitlinien veröffentlichen.

TRM Labs stellte fest, dass 80 % der überprüften Jurisdiktionen im Jahr 2025 Institutionen ankündigten, digitale Vermögenswerte zu initiieren. Das operative Wort: ankündigen.

Was das bedeutet

Die Headlines zur institutionellen Akzeptanz werden weiterkommen. Banken werden Pilotprojekte ankündigen. Vermögensverwalter werden Anträge stellen. Treasury-Abteilungen werden die Tokenisierung erforschen.

Aber eine bedeutende Kapitalbereitstellung, die in Gewinnberichten erscheint und nicht nur in Pressemitteilungen, bleibt eingeschränkt, bis die regulatorische Harmonisierung mit den Ankündigungen Schritt hält.

Der optimistische Blick: 2025 baut Rahmenwerke, 2026 baut Infrastruktur, 2027 setzt Kapital ein, wenn alle drei Regime in Betrieb sind.

Der realistische Blick: Die regulatorische Harmonisierung in der EU, den USA und dem UK hat historisch Jahre gedauert. Wall Street hat die Schienen 2025 gebaut. Die Züge fahren erst, wenn die Gleise tatsächlich verbunden sind.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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