Bitcoin’s langjähriger Vierjahres-Preiszyklus steht nach den Ausführungen von Fidelity Investments vor einer erneuten Überprüfung, da Anzeichen für eine mögliche Marktverschiebung sichtbar werden. Analysten sagten, dass institutionelle Nachfrage, politische Veränderungen und die Marktreife historische Muster verändern könnten.
Laut Fidelity Digital Assets erreichte Bitcoin historisch gesehen etwa 17 bis 18 Monate nach jedem Halving-Haltestand seinen Höchststand. Das Halving 2016 ging einem Hoch im Dezember 2017 bei etwa 20.000 US-Dollar voraus. Ebenso führte das Halving 2020 zu einem Hoch im November 2021.
Fidelity-Forscher weisen jedoch jetzt auf eine mögliche Superzyklus-Struktur hin. Sie beschreiben sie als längere Preis-Hochs und flachere Rückgänge. Bemerkenswert ist, dass sie diese Struktur mit Rohstoffmärkten der 2000er Jahre verglichen haben.
Fidelity nannte drei Treiber hinter diesem Wandel. Erstens, setzen Institutionen weiterhin auf Exchange-Traded Products. Zweitens, hat sich die US-Politik gegenüber Krypto-Märkten freundlicher entwickelt. Drittens, zeigt Bitcoin Anzeichen einer Entkopplung von Aktien und Edelmetallen.
Neben der institutionellen Aktivität hat sich die Beteiligung der Regierungen im Jahr 2025 ausgeweitet. Im März unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Exekutivverordnung zur Schaffung eines strategischen US-Bitcoin-Reserves. Die Verordnung klassifizierte staatlich gehaltene Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte als Reservevermögen.
Andernorts setzte die Politik ihren Schwung fort. Im September verabschiedete Kirgisistan ein Gesetz zur Einrichtung einer nationalen Kryptowährungsreserve. Gleichzeitig brachte der Kongress Brasiliens einen Gesetzentwurf vor, der bis zu 5 % der ausländischen Reserven in Bitcoin erlaubt, wobei die Zustimmung noch aussteht.
Laut Chris Kuiper, Vice President of Research bei Fidelity Digital Assets, könnten Wettbewerbsdynamiken eine weitere Adoption vorantreiben. Er sagte, Regierungen könnten Druck verspüren, wenn ihre Partner Bitcoin in Reserve-Frameworks integrieren.
Die Beteiligung von Unternehmen hat sich ebenfalls im Jahr 2025 ausgeweitet. Die Firma Strategy, ehemals MicroStrategy, setzte ihre Käufe von Bitcoin fort, die 2020 begonnen hatten. Bis November meldeten mehr als 100 börsennotierte Unternehmen Bestände an digitalen Vermögenswerten.
Etwa 50 dieser Firmen gaben an, insgesamt mehr als eine Million Bitcoin zu besitzen. Kuiper bemerkte, dass einige Unternehmen Finanzierungen nutzen, um Exposure zu gewinnen. Er fügte hinzu, dass regulatorische Grenzen Investoren manchmal in Richtung Aktien-Äquivalente drängen.
Fidelity wies jedoch auf verbleibende Risiken hin. Unternehmensverkäufe während Abschwüngen könnten die Preise unter Druck setzen. Dennoch sagten Fidelity-Forscher, dass Veränderungen in der Marktstruktur beeinflussen könnten, wie sich zukünftige Zyklen bis 2026 entwickeln.
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