DZ Bank erhält MiCAR-Zulassung, die kooperativen Banken ermöglicht, regulierten Einzelhandel-Kryptohandel über die integrierte meinKrypto-Plattform anzubieten.
Die zweitgrößte Bankengruppe Deutschlands, DZ Bank, hat Ende Dezember die MiCAR-Zulassung von BaFin erhalten. Die Zulassung erlaubt es ihr, ihre neue Krypto-Plattform, meinKrypto, zu nutzen. Der Schritt zeigt die verstärkte institutionelle Akzeptanz digitaler Vermögenswerte. Zudem bietet er kooperativen Banken einen regulierten Einstieg in das Geschäft mit Einzelhandels-Kryptodienstleistungen.
DZ Bank erklärte, dass meinKrypto kooperativen Bankinstituten den Handel mit Kryptowährungen im Retail-Bereich ermöglichen wird. Zunächst unterstützt die Plattform BTC, ETH, LTC und ADA. Außerdem soll der Service kurz nach den regulatorischen Mitteilungen live gehen. Diese Entwicklung stärkt die digitalen Angebote im kooperativen Finanznetzwerk in Deutschland.
NEU: $760 Milliarden DEUTSCHER FINANZ-GIGANT DZ BANK HAT SOEBEN DIE ZULASSUNG ZUM KAUF UND VERKAUF VON #BITCOIN ERHALTEN
DIE 2. GRÖSSTE BANK DEUTSCHLANDS 🔥 pic.twitter.com/ppIzz5ww3f
— The Bitcoin Historian (@pete_rizzo_) 13. Januar 2026
Mit meinKrypto hat DZ Bank eine standardisierte Krypto-Lösung für angeschlossene Institute entwickelt. Daher können Volksbanken und Raiffeisenbanken ihren Kunden direkten Handel mit Krypto-Assets anbieten. Für die MiCAR-Zulassung muss jedoch jede Bank eine separate Mitteilung an BaFin einreichen. Nach der Genehmigung kann die Umsetzung unabhängig erfolgen.
Der Service ist in die bestehende VR-Banking-App integriert. Kunden können somit zu 100% digital investieren. Wichtig ist, dass meinKrypto nur für selbstgesteuerte Anleger gedacht ist. Es ist kein Bestandteil der Beratungsdienstleistungen, die von Filialmitarbeitern im Retail-Banking angeboten werden.
Verwandte Lektüre: Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Zuflüsse, während die Preise unter Druck bleiben | Live Bitcoin News
Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano sind bei der Markteinführung weiterhin verfügbar. Allerdings entscheidet jede kooperative Bank individuell über die Adoption. Laut der deutschen Studie des Genossenschaftsverbands vom September 2025 planen mehr als 33%, es bald zu übernehmen.
Atruvia hat meinKrypto gemeinsam mit der DZ Bank entwickelt. Die Krypto-Verwahrung wird derzeit von der Stuttgarter Börse Digital übernommen. Zudem ist EUWAX AG an der Ausführung des Handels beteiligt. Diese Struktur trennt Verwahrung und Ausführung, um die operative Klarheit und regulatorische Abstimmung zu verbessern.
MiCAR, offiziell bekannt als Markets in Crypto-Assets Regulation, ist im Wesentlichen die Schaffung eines einheitlichen europäischen Rechtsrahmens. Dadurch benötigen Finanzinstitute spezielle Genehmigungen für Krypto-Dienstleistungen. Ziel des Rahmens ist es, Investoren zu schützen, Innovationen zu fördern und die Stabilität der Märkte in Europa zu verbessern.
Die im Dezember 2025 erteilte Zulassung ist ein regulatorischer Meilenstein für die DZ Bank. Kooperative Banken erhalten damit Zugang zu konformer Krypto-Infrastruktur. Dies reduziert das operationelle Risiko und diversifiziert gleichzeitig die digitalen Investitionsmöglichkeiten. Zudem zeigt es eine zunehmende regulatorische Klarheit im europäischen Kryptomarkt.
Der Rollout von meinKrypto basiert auf der Mitteilung einzelner Banken. Nach der Genehmigung erhalten die Kunden Zugang zu Krypto-Handel und Verwahrdiensten. Wichtig ist, dass alle Dienste vollständig nach den Regeln von MiCAR reguliert sind. Diese Struktur gewährleistet, dass Retail-Teilnehmer einen konformen Zugang erhalten.
In Deutschland gibt es insgesamt etwa 700 kooperative Banken. Jede Institution entscheidet selbst, ob sie meinKrypto aktiviert. Daher kann die Adoption regional unterschiedlich ausfallen. Es ist jedoch möglich, die standardisierte Plattform schnell bereitzustellen, sobald die regulatorische Freigabe von BaFin vorliegt.
DZ Bank betonte, dass meinKrypto die Wettbewerbsfähigkeit der kooperativen Banken unterstützt. Traditionelle Banken spüren zunehmend Konkurrenz durch Fintech-Plattformen. Daher hilft der regulierte Krypto-Zugang, die digital fokussierten Kunden zu halten. Zudem bringt es die kooperativen Banken in Einklang mit den sich ändernden Investitionspräferenzen.
Die deutsche Bankenbranche betrachtet digitale Vermögenswerte vorsichtig. Mit der regulatorischen Sicherheit durch die Einhaltung von MiCAR wird die Unsicherheit reduziert. Dadurch werden Krypto-Dienstleistungen von mehr Instituten als tragfähige Erweiterungen angesehen.
Aus Sicht eines Investors ist meinKrypto eine einfache Zugangsoption. Nutzer verwenden keine externen Wallets oder unregulierten Plattformen. Stattdessen werden Vermögenswerte in vertrauten Bankumgebungen gehalten. Dies könnte zu einer stärkeren Beteiligung konservativer Retail-Investoren führen.
Insgesamt ist die Zulassung der DZ Bank für MiCAR ein bedeutender Schritt für den deutschen Bankensektor. Die Plattform vereint Innovation und Compliance. Damit schafft sie einen sicheren Weg für die breite Akzeptanz von Kryptowährungen im Retail-Bereich. Das institutionelle Momentum im regulierten Finanzsystem Europas wächst stetig.