Die DZ Bank hat die MiCAR-Zulassung erhalten, die Genossenschaftsbanken erlaubt, regulierten Krypto-Handel über eine gemeinsame Plattform anzubieten.
meinKrypto ermöglicht es Privatkunden, wichtige Kryptowährungen direkt in bestehenden Genossenschaftsbank-Apps zu handeln.
Die Zulassung erlaubt regionalen Banken, in Krypto-Märkte einzusteigen, während sie auf die Compliance und Infrastruktur der DZ Bank vertrauen.
Die zweitgrößte Genossenschaftsbankengruppe Deutschlands, DZ Bank, hat die behördliche Genehmigung erhalten, ihre Kryptowährungshandelsplattform meinKrypto im Rahmen des europäischen MiCAR-Rahmens zu betreiben. Die Zulassung ermöglicht es der Gruppe, ihre Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte im gesamten genossenschaftlichen Bankennetzwerk auszuweiten.
Die zweitgrößte Bankengruppe Deutschlands, DZ Bank, gab bekannt, dass sie Ende Dezember die MiCAR-Genehmigung von BaFin erhalten hat, die den Betrieb ihrer Krypto-Plattform „meinKrypto“ erlaubt. Über die Plattform wird die DZ Bank Mitgliedsinstitutionen ihrer genossenschaftlichen Bankengruppe in die Lage versetzen, Privat…
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 14. Januar 2026
Die Regulierungsbehörden erteilten die Genehmigung Ende Dezember, was einen klaren operativen Wandel und keine Pilotphase markiert. Dadurch können genossenschaftliche Banken nun den Markteintritt unter einer gemeinsamen regulatorischen Struktur vorbereiten. Diese Entwicklung bringt den regulierten Krypto-Handel direkt in das deutsche Retail-Banking-System. Zudem signalisiert sie wachsendes regulatorisches Vertrauen in bankgeführte Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilte Ende Dezember die Genehmigung für die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR) an die DZ Bank. Die Lizenz ermöglicht es der Gruppe, Krypto-Asset-Dienstleistungen gemäß den EU-weiten Vorschriften anzubieten. Allerdings muss jede Volksbank und Raiffeisenbank vor der Angebotserstellung eine eigene MiCAR-Mitteilung einreichen.
Dieser Schritt bewahrt die institutionelle Unabhängigkeit innerhalb der genossenschaftlichen Struktur. Gleichzeitig stellt er sicher, dass die regulatorische Aufsicht konsistent bleibt. Die Einführung hängt somit von der Bereitschaft der einzelnen Banken ab, anstatt von einer zentralen Vorgabe.
Die Plattform ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung zwischen der DZ Bank und Atruvia, dem IT-Dienstleister der Gruppe. Diese Zusammenarbeit verringert die Entwicklungsbelastung für kleinere Banken. Zudem verkürzt sie die Implementierungszeiten in den Regionen. Verwahrdienste werden von Boerse Stuttgart Digital Custody übernommen. Währenddessen wird EUWAX den Handel ausführen. Diese Struktur sorgt für eine klare Trennung von Verwahrung, Ausführung und Schnittstellenfunktionen.
Jede genossenschaftliche Bank behält sich das Recht vor, ob sie meinKrypto anbietet. Dieser freiwillige Ansatz spiegelt das dezentrale Modell der Gruppe wider. Laut einer Studie des Genossenschaftsverbands vom September 2025 planen mehr als ein Drittel der genossenschaftlichen Banken die Umsetzung in naher Zukunft. Andere prüfen die Kundennachfrage und die operative Bereitschaft. Daher wird die Akzeptanz regional unterschiedlich ausfallen. Dennoch senkt die gemeinsame Infrastruktur die Eintrittsbarrieren für interessierte Institute.
Dieses Modell ermöglicht es Banken, Krypto-Dienste zu testen, ohne umfangreiche interne Ressourcen zu binden. Zudem reduziert es die regulatorische Komplexität auf lokaler Ebene. Die DZ Bank stellt den Compliance-Rahmen bereit. Die Mitgliedsbanken pflegen direkte Kundenbeziehungen. Dieses Gleichgewicht unterstützt eine vorsichtige Expansion bei gleichzeitiger Vertrauenssicherung. Daher wächst der Krypto-Zugang über vertraute Bankkanäle anstelle externer Plattformen.
Das meinKrypto-Wallet ist direkt in die VR-Banking-App integriert. Kunden können den Krypto-Handel innerhalb ihrer bestehenden digitalen Banking-Umgebung nutzen. Die Plattform richtet sich an selbstgesteuerte Privatkunden. Sie ist kein Bestandteil der traditionellen Beratungsdienste. Daher entfallen die Eignungsprüfungen im Zusammenhang mit Anlageberatung. Stattdessen verwalten die Kunden ihre Trades eigenständig.
Zum Start unterstützt die Plattform Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano. Diese Vermögenswerte repräsentieren etablierte Netzwerke mit breiter Markterkennung. Die begrenzte Auswahl spiegelt einen risikoarmen Ansatz wider. Zudem können Kunden den gesamten Investitionsprozess digital abschließen. Dazu gehören die Kontoeröffnung, der Handel und die Verwahrung. Sobald die Banken den Dienst aktivieren, können Kunden auf Krypto zugreifen, ohne ihre Banking-App zu verlassen.