Hongkong plant im März die ersten Stablecoin-Lizenzen, mit erwarteten begrenzten Genehmigungen, während die Regulierungsbehörden ihre Überprüfungen im Rahmen des neuen Stablecoin-Gesetzes abschließen.
Hongkong steht im März vor einem bedeutenden regulatorischen Meilenstein für digitale Vermögenswerte. HKMA-Chefexekutive Eddie Yue bestätigte, dass die Lizenzen für Stablecoin-Emittenten in naher Zukunft ausgestellt werden. Allerdings rechnen die Regulierungsbehörden damit, dass während der ersten Einführung nur eine sehr kleine Anzahl von Genehmigungen erteilt wird.
Bei einer Sitzung des Legislativrats sagte Yue, dass der Überprüfungsprozess für die Anträge fast abgeschlossen sei. In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass die Behörden weiterhin besorgt sind, die monetäre Stabilität und das Marktvertrauen zu wahren. Daher konzentrieren sich die Regulierungsbehörden auf Qualitätskontrollen, anstatt in kurzer Zeit eine große Anzahl von Lizenzen zu vergeben.
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Bei einer späteren Medienkonferenz erläuterte Yue die grundlegenden Bewertungsstandards, die bei Entscheidungen verwendet werden. Dazu gehören schützbare Anwendungsfälle, operative Resilienz und umfassendes Finanzrisikomanagement. Außerdem heben die Bewertungen robuste Anti-Geldwäsche-Sicherungen und klare Strukturen der Reserveunterlegung hervor.
Yue erklärte, dass Emittenten solcher Stablecoins verantwortlich sind, den Nutzen der Stablecoins in der realen Wirtschaft nachzuweisen. Außerdem müssen die Antragsteller über eine effektive Governance und interne Compliance-Systeme verfügen. Daher haben spekulative Modelle in der ersten Lizenzierungsphase weniger gute Chancen auf Genehmigung.
Die HKMA gab nicht bekannt, wie viele Anträge bisher eingegangen sind. Ebenso weigerten sich die Beamten, die Anzahl der im März möglichen Genehmigungen zu nennen. Dennoch betonten die Regulierungsbehörden, dass alle Genehmigungen auf einheitlichen Aufsichtskriterien basieren werden.
Das Stablecoin-Gesetz Hongkongs tritt am 1. August 2025 in Kraft. Im Rahmen dieses Gesetzes müssten alle Emittenten fiat-gekoppelter Stablecoins eine regulatorische Lizenz erhalten. Die Übergangsfrist für bereits bestehende Emittenten endete am 31. Januar 2026.
Dieses Datum setzte die Einhaltung der Standards in der digitalen Vermögenswertebranche erheblich unter Druck. Folglich waren die Emittenten, die die Anforderungen der Vorschriften nicht erfüllen konnten, gezwungen, den Betrieb einzustellen oder aufzugeben. Daher markieren die Genehmigungen im März den ersten Test des formellen Stablecoin-Regimes in Hongkong.
Obwohl die Empfänger der Lizenzen noch nicht bekannt gegeben wurden, gibt es mehrere Institutionen, die weithin als starke Kandidaten gelten. Anchorpoint Financial ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Standard Chartered Hong Kong, Animoca Brands und HKT. Außerdem hat JINGDONG Coinlink Technology zuvor am HKMA-Regulierungssandbox teilgenommen.
Ein weiterer Teilnehmer des Sandboxes, RD InnoTech, gilt ebenfalls als potenzieller Antragsteller. Gleichzeitig haben große Banken wie HSBC und ICBC ihr Interesse an der Ausgabe von Stablecoins signalisiert. Die Regulierungsbehörden haben jedoch nicht bestätigt, ob große Banken in der ersten Runde beteiligt sein werden.
Insgesamt stellt die Lizenzvergabe den Übergang von Tests im Sandbox-Umfeld zu überwachten Marktaktivitäten dar. Hongkong strebt daher an, eine Balance zwischen Innovation, finanzieller Stabilität und Verbraucherschutz zu fördern. Wenn dies gelingt, könnte das Rahmenwerk Hongkongs Position als reguliertes Digital-Asset-Hub stärken.
Regulierungsbehörden sind der Ansicht, dass eine vorsichtige Umsetzung für die langfristige Glaubwürdigkeit des Marktes unerlässlich ist. Daher könnten niedrige Anfangsgenehmigungen das Vertrauen der Investoren stärken, anstatt Innovation zu fördern. Reuters berichtete zuvor, dass die Behörden Stabilität gegenüber einem schnelleren Marktwachstum bevorzugen.