Vitalik startet einen Großangriff: Die Branche lebt zu bequem, wir brauchen keinen weiteren kopierten EVM

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Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat heute auf die Kontroverse um seine Kommentare zu L2 vor zwei Tagen reagiert. Doch sein Ton ist nicht weniger direkt geworden, sondern noch klarer: Das aktuelle L2-Ökosystem wiederholt die alten Fehler der DeFi-Ära, als man wahllos Compound geforkt hat. Er sagt offen, dass die Branche in den letzten Jahren „zu bequem mit bestehenden Mustern“ geworden ist, indem sie massenhaft EVM kopiert hat. Im Wesentlichen ist die Innovation dadurch zum Stillstand gekommen oder sogar in eine Sackgasse geraten.

Vitalik: Wir brauchen keine weitere kopierte EVM-Chain

Vitalik weist darauf hin, dass viele heutige L2-Implementierungen im Wesentlichen darin bestehen: eine neue EVM-Chain zu erstellen und dann eine optimistic Brücke mit einer Endgültigkeitszeit von bis zu einer Woche zu bauen. Für ihn ist das wie damals bei DeFi, wo endlos Compound geforkt wurde: kurzfristig effektiv, langfristig aber ein Mangel an Fantasie. Er sagt ziemlich unmissverständlich: Wir brauchen keine weiteren kopierten EVM-Chains und schon gar keine neuen L1.

Ohne echte Sicherheit, vertrauensminimierende Verbindungen zu L1 ist es im Wesentlichen eine weitere Chain. Wenn du eine „EVM, die keine echte Sicherheit mit Ethereum verbindet“, baust, wird die Situation nur noch schlimmer. Vitalik betont, dass Ethereum L1 selbst schnell skaliert und die Geschwindigkeit schneller voranschreitet, als viele denken.

Hintergrund: Warum ist die ursprüngliche Mission von L2 nicht mehr gültig?

Vitalik erinnert an die ursprüngliche Vision der rollup-zentrierten Roadmap: Ethereum braucht eine große Menge an Blockspace, das vollständig von L1 garantiert wird, um sicherzustellen, dass Transaktionen darin nicht rückgängig gemacht, zensiert oder manipuliert werden können.

Doch die Lage hat sich geändert, aus zwei Gründen:

Der Fortschritt bei der Upgrade-Stufe 2 von L2 ist viel langsamer als erwartet, und einige Teams sagen offen, dass sie vielleicht für immer bei Stufe 1 bleiben. Es sind keine technischen Probleme, sondern regulatorische und geschäftliche Anforderungen, die die endgültige Kontrolle erfordern.

Ethereum L1 skaliert selbst schnell. Die Gas-Gebühren sind extrem niedrig, und ab 2026 wird das Gas-Limit voraussichtlich deutlich steigen.

Vor diesem Hintergrund hält Vitalik es für unrealistisch und unnötig, L2 als Marken-gestützte Shards zu betrachten. Wenn deine Assets letztlich auf multisig-Bridges angewiesen sind, skaliertst du Ethereum nicht wirklich, sondern baust nur eine weitere Chain.

Nicht nur skalieren, sondern Mehrwert schaffen

Vitalik macht klar, dass, wenn er heute eine neue L2 bauen würde, die erste Frage nicht wäre, ob sie schneller oder günstiger ist, sondern: Was bringt sie für das Ethereum-Ökosystem?

Er nennt einige mögliche Richtungen:

Datenschutzorientierte VM / Nicht-EVM-Designs

Hochgradig angepasste Effizienz für spezielle Anwendungen (z.B. Prediction Markets, Transaktionen)

Extremes Transaktionsvolumen oder niedrige Latenz, die auch nach Skalierung von L1 unerreicht bleiben

Neue Designs für nicht-finanzielle Anwendungen (soziale Netzwerke, Identität, KI)

Ultra-niedrige Latenz, spezielle Sequencing-Features

Integrierte Orakel, dezentrale Arbitrationsmechanismen und andere „nicht rein berechenbare“ Funktionen

Nur eine günstigere EVM zu bauen, reicht nicht mehr aus, um einen Existenzgrund zu haben.

Ist Layer 2 wirklich Teil von Ethereum?

Er richtet seine Kritik an jene L2, die vorgeben, eng mit Ethereum verbunden zu sein, in Wirklichkeit aber sehr unabhängig sind. Er nennt zwei Arten von Anwendungsketten:

Anwendungs-L2, die stark auf Ethereum angewiesen sind

Zum Beispiel Prediction Markets: Markt-Emission, Abrechnung, Konten auf L1, Transaktionen auf L2 / basierend auf Rollups. Diese Architektur kann ohne Ethereum nicht funktionieren, da sie sofort L1-Validierung von Signaturen und Status liest. Maximale Kompatibilität und Interoperabilität machen es sehr sinnvoll, sich als Ethereum-Anwendung zu bezeichnen. Und genau das ist seine bevorzugte Richtung.

Institutionelle / Organisationale L2 (nicht Ethereum, aber dennoch wertvoll)

Zum Beispiel:

Regierungssysteme

Community-Plattformen

Spiele oder große Datenbanken

Merkle-Root-Daten und STARK-Zeugnisse werden auf die Chain geschrieben, um sicherzustellen, dass jede Aktualisierung den Regeln folgt. Das ist kein Vertrauen, sondern eine transparente, überprüfbare Algorithmus-Implementierung, die neue wirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen könnte.

Ethereum-native Rollup-Pre-Compile-Module als neuer Schlüssel

In technischer Hinsicht ist Vitalik zunehmend optimistisch bezüglich eines Ansatzes: Ethereum-native Rollup-Pre-Compile-Module.

Kernkonzept:

Verifizierung durch ZK-EVM-Proofs, die in Ethereum integriert sind

Automatisches Upgrade mit L1

Bei Bugs wird Ethereum durch Hard Forks korrigiert (ohne Sicherheitskomitees)

Dies wird die Verifikation von vollständig vertrauensminimierten EVMs günstiger, einfacher und standardisierter machen und gleichzeitig Interoperabilität sowie synchrone Komponierbarkeit stärken.

Dieser Artikel ist eine scharfe Attacke von Vitalik: Die Branche lebt zu bequem, wir brauchen keine weitere kopierte EVM. Er erschien zuerst bei 鏈新聞 ABMedia.

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