Von Safe Haven zu Stresstest: Gold- und Silberpreise spüren die Hitze

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Edelmetalle folgen am Donnerstag dem Ausverkauf an US-Aktien- und Kryptomärkten, wobei die Leitwährungen Gold und Silber ihren Abwärtstrend fortsetzen. Gold ist im Tagesverlauf um 1,35 % gefallen, während Silber stärker getroffen wird und fast 10 % verliert – im Vergleich dazu wirkt Golds Sturz fast höflich.

Gold fällt, Silber taumelt, während Markangst die Vermögenswerte durchdringt

Sichere Häfen sind am 5. Feb. 2026 knapp, da Edelmetalle, US-Aktien und die Krypto-Wirtschaft, angeführt von Bitcoin ( BTC), alle deutliche Rückgänge verzeichnen. Bei der letzten Überprüfung kostet eine Unze .999 Feingold 4.899 $, während Silber bei 77,38 $ pro Unze gehandelt wird.

Laut Kitco-Analyst Jim Wyckoff sorgt die Doppelbelastung durch einen stärkeren Dollar und fallende Ölpreise für eine deutlich bärische Konstellation bei Gold und Silber. „Ein höherer US-Dollar-Index und niedrigere Rohölpreise heute sind bärische externe Marktelemente für die Edelmetalle“, schrieb Wyckoff am Donnerstag.

Goldpreise am 5. Feb. 2026. Beide Metalle haben eine harte Woche hinter sich, nachdem sie vor nur zwei Wochen ihre Allzeithochs erreicht hatten. Gold hat in den letzten fünf Handelssitzungen 9,87 % abgegeben, während Silber im gleichen Zeitraum um 3,36 % gefallen ist. Die Märkte wirken zunehmend angespannt, und der CBOE Volatilitätsindex (VIX) stieg im vergangenen Tag um 20 %, was auf eine deutliche Eskalation der Marktvolatilität hinweist.

Der jüngste Abwärtsdruck spiegelt eine Reihe kurzfristiger Faktoren wider, die sowohl Gold als auch Silber belasten. Ein häufig genannter Faktor ist die Entscheidung der CME, die Margin-Anforderungen zu erhöhen – Gold auf 8 % von 6 % und Silber auf 15 % von 11 % – eine Maßnahme, die darauf abzielt, die Hebelwirkung zu dämpfen, die übermäßig gehandelnde Trader in die Enge getrieben hat.

Erhöhte Papier-zu-Physik-Verhältnisse bei Futures und Derivaten verstärkten die kurzfristige Belastung zusätzlich, wobei die Rollovers bei COMEX und die sich ändernde offene Positionen für zusätzlichen Druck sorgten. Wie Wyckoff in seiner Analyse am Donnerstag betonte, verschärften fallende Rohölpreise, eine breitere Rücknahme der Risikobereitschaft und Spillover-Schwäche bei Basismetallen wie Kupfer den Druck.

Obwohl die Preise für Edelmetalle diese Woche eine moderate Erholung verzeichneten, da Schnäppchenjäger eingestiegen sind, wird erwartet, dass die Volatilität im kurzfristigen Bereich bestehen bleibt, angesichts anhaltender Unsicherheiten aus der Trump-Ära im Zusammenhang mit Zöllen, Druck der Federal Reserve und fiskalischer Verschuldung. Analysten betonen, dass die Bewegung eher eine temporäre Luftblase innerhalb eines breiteren strukturellen Bullen-Trends ist und keine echte Trendwende darstellt.

Vorerst befinden sich Gold und Silber in einer angespannten Pause, gefangen zwischen erzwungenem Verkauf und geduldiger Akkumulation. Die Volatilität ist noch nicht zu Ende, und politische Gegenströmungen bleiben ungelöst. Ob dieser Rücksetzer eine Reinigung oder nur eine Unruhe darstellt, hängt davon ab, was zuerst bricht: Hebelwirkung, Vertrauen oder makroökonomischer Druck. Bis dahin handeln Metalle weniger wie Zufluchtsorte und mehr wie ein Fragezeichen, das auf Überzeugung wartet, wenn die Klarheit sich endlich wieder durchsetzt.

FAQ ❓

  • Warum sind die Gold- und Silberpreise am 5. Feb. gefallen? Ein stärkerer US-Dollar, niedrigere Ölpreise, Margin-Erhöhungen und breiter risk-off-Verkauf haben die Edelmetalle unter Druck gesetzt.
  • Wie viel sind Gold und Silber in dieser Woche gefallen? Gold ist in fünf Sitzungen um fast 10 % gefallen, während Silber im gleichen Zeitraum um etwas mehr als 3 % gesunken ist.
  • Haben die CME-Margin-Änderungen die Metallpreise beeinflusst? Ja, höhere Margin-Anforderungen zwangen gehebelte Trader, Positionen zu reduzieren, was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte.
  • Ist dies eine Trendwende bei den Edelmetallen? Analysten sehen den Rückgang als eine vorübergehende Luftblase innerhalb eines längerfristigen Bullen-Trends, nicht als eine strukturelle Wende.
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