Niederländische Gesetzgeber haben eine Gesetzgebung genehmigt, die ab 2028 eine Steuer von 36 % auf tatsächliche Anlageerträge einführt. Das Gesetz gilt sowohl für realisierte als auch für unverzinst gehaltene Gewinne, einschließlich Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, was bedeutet, dass Papiergewinne besteuert werden, auch wenn die Vermögenswerte nicht verkauft werden.
Das niederländische Unterhaus hat das Gesetz zum tatsächlichen Ertrag in Box 3 verabschiedet, eine wegweisende Reform, die ab dem 1. Januar 2028 Einwohner mit einem pauschalen Steuersatz von 36 % auf tatsächliche Erträge aus Ersparnissen und Investitionen besteuert. Entscheidend ist, dass das Gesetz auch Kryptowährungen umfasst und sowohl realisierte als auch unverzinst gehaltene Gewinne besteuert.
Unter dem neuen System schulden niederländische Anleger Steuern nicht nur auf Einkünfte, die sie erhalten, sondern auch auf jährliche Wertsteigerungen von Vermögenswerten wie Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Token.
Zur Veranschaulichung: Wenn ein Krypto-Portfolio innerhalb eines Jahres um 11.850 USD (€10.000) steigt, gilt dieser Papiergewinn als steuerpflichtiges Einkommen, auch wenn der Investor nicht verkauft. Immobilien und qualifizierte Startup-Anteile sind jedoch von diesem jährlichen Mark-to-Market-Ansatz ausgenommen und werden nur beim Verkauf besteuert.
Laut einem Bericht hat diese Unterscheidung bei Krypto-Inhabern Besorgnis ausgelöst, die argumentieren, das System könnte sie zwingen, Vermögenswerte nur zur Begleichung der Steuerrechnungen zu liquidieren. Kritiker sind der Ansicht, dass Änderungen viele Krypto-Investoren dazu veranlassen könnten, eine Verlegung in Jurisdiktionen mit günstigeren Steuersystemen in Betracht zu ziehen. Die Regierung erkannte in ihrem erläuternden Memorandum die Liquiditätsrisiken an, verteidigte den Ansatz jedoch als notwendig, um Milliarden an Steuereinnahmen zu verhindern.
Das neue Gesetz führt jedoch mehrere Maßnahmen ein, um die Belastung abzumildern, darunter eine steuerfreie jährliche Rendite von 2.130 USD, um kleine Sparer zu entlasten. Es führt auch unbegrenzte Verlustvorträge für Nettoverschüsse über 590 USD ein, sodass Investoren Abschreibungen gegen zukünftige Gewinne verrechnen können. Dennoch argumentieren Krypto-Befürworter, dass diese Bestimmungen wenig dazu beitragen, das grundlegende Problem zu lösen, Gewinne nur auf Papier zu besteuern.
Laut De Nederlandsche Bank erreichten indirekte Krypto-Investitionen niederländischer Unternehmen, Institutionen und Haushalte bis Oktober 2025 1,42 Milliarden USD, gegenüber 96 Millionen USD im Jahr 2020. Direkte Krypto-Bestände des Finanzsektors lagen im dritten Quartal 2025 bei 134 Millionen USD.
Obwohl diese Zahlen nur 0,03 % der gesamten niederländischen Wertpapierbestände ausmachen, deutet das schnelle Wachstum auf die zunehmende Bedeutung des Sektors hin – und auf die potenziellen Auswirkungen des neuen Steuersystems. Der niederländische Ansatz, jährliche Portfolio-Wertänderungen, einschließlich Kryptowährungen, zu besteuern, ist im Vergleich zu kontinentalen Standards ungewöhnlich.
Beamte betonen jedoch, dass das langfristige Ziel der Politik darin besteht, auf ein Modell der realisierten Kapitalgewinne umzustellen, aber vorerst wird die Besteuerung unverzinst gehaltener Krypto-Gewinne als die einzige praktikable Option angesehen, um die öffentlichen Finanzen zu sichern.
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