Erhöhte Open Interest und ETF-Abflüsse ließen Bitcoin anfällig für eine schnelle Long-Liquidationswelle.
Bitcoin geriet beim Börsenstart in den USA unter starken Verkaufsdruck und fiel in etwa 20 Minuten um 1.500 US-Dollar. Der Verkauf nahm schnell zu, als Käufer sich zurückzogen und Long-Trader gezwungen waren, ihre Positionen aufzugeben. Marktdaten deuten jedoch darauf hin, dass es sich hauptsächlich um eine erzwungene Liquidation handelte, nicht um einen breit angelegten Panikverkauf.
Auf dem 1-Minuten-Chart von BTCUSDT, das von Ted Pillows geteilt wurde, wurde Bitcoin vor dem starken Verkaufsdruck bei etwa 68.300 bis 68.400 US-Dollar gehandelt. Darauf folgten große rote Kerzen, die den Kurs schnell in den Bereich von 66.800 bis 66.900 US-Dollar schickten.
$BTC fiel nach Börsenöffnung in den USA in nur 20 Minuten um 1.500 US-Dollar.
Die Verkäufer sind zurück. pic.twitter.com/Z9yUOLxgcP
— Ted (@TedPillows) 17. Februar 2026
Bemerkenswert ist, dass dies innerhalb eines komprimierten Zeitfensters einen Rückgang von 2,2 % bedeutete. Gleichzeitig boten die Käufer wenig Unterstützung, während der Markt fiel. Zudem spiegelte das Momentum eine anhaltende Verkaufswelle wider, anstatt eines einzelnen Volatilitätsschubs.
Liquiditätsdaten zeigen eine fragile Struktur vor dem Zusammenbruch. Heatmaps der Liquidation zeigten dichte Cluster oberhalb von 68.500 US-Dollar und in den Bereichen 69.000–70.000 US-Dollar. Der Kurs konnte diese oberen Bereiche nicht erreichen. Stattdessen drehte er nach unten in dünnere Bid-Zonen.
Sobald 68.000 US-Dollar durchbrochen wurde, setzte sich die Beschleunigung fort. Der Kurs bewegte sich durch ein Liquiditätsvakuum, was erzwungene Long-Liquidationen auslöste. Der Fall von Bitcoin auf 66.800 US-Dollar erfolgte dort, wo viele Long-Positionen wahrscheinlich unter dem Intraday-Unterstützungsniveau liquidiert wurden. Einfach gesagt: Zu viele Trader waren auf der Long-Seite überexponiert.
Diese Trades mussten geschlossen werden, als die Preise sanken. Mit der Liquidation dieser Positionen wurden zusätzliche Stop-Loss-Orders ausgelöst. Dieser Trend beschleunigte den Kursverfall noch weiter.
Daten zum Open Interest bestätigen den Abbau. Das OI blieb vor der Sitzung hoch, was auf starke spekulative Positionierungen hindeutet. Während des Verkaufs sank das OI zusammen mit dem Kurs. Sinkender Kurs bei sinkendem OI deutet auf Long-Liquidationen hin.
_Bildquelle: CoinGlass
Neue Short-Positionierungen dominierten die Bewegung nicht. Übermäßig gehebelte Long-Positionen wurden gezwungen, zu schließen. Diese Dynamik erklärt die Geschwindigkeit und die vertikale Natur des Rückgangs.
Funding-Raten liefern eine weitere Kontextschicht. Das OI-gewichtete Funding blieb vor dem Absturz dauerhaft positiv. Zudem zahlten Trader, um ihre Long-Exposures aufrechtzuerhalten.
Positives Funding in Kombination mit hohem OI schafft oft eine strukturelle Fragilität. Wenn das Momentum unter diesen Bedingungen ins Stocken gerät, kann selbst moderate Volatilität scharfe Short-Squeezes auslösen. Der Börsenstart in den USA sorgte für genau diese Volatilität.
Unterdessen verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs am 12. und 11. Februar nennenswerte Nettoabflüsse in Höhe von 410 Millionen USD bzw. 276 Millionen USD. Am 13. Februar gab es nur einen moderaten Zufluss von 15 Millionen USD. Betrachtet man die Daten, scheint die institutionelle Nachfrage nachgelassen zu haben.
_Bildquelle: SoSovalue
Und mit weniger starken Spot-Käufern im Markt sind Kursverluste schwerer aufzufangen. Daher waren gehebelte Trader bei Durchbrechen wichtiger Unterstützungsniveaus überexponiert. Zudem nahm der Verkaufsdruck schnell zu.
Der Futures-Handel dominiert weiterhin über Optionen im aktuellen Markt. Laut Daten konzentrieren sich die meisten Positionen auf Perpetual- und Futures-Kontrakte. Diese Konstellation erhöht oft das Risiko plötzlicher Liquidationswellen.
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