Wusstest du? Taiwan hat tatsächlich Ölfelder: Die Bohrungen in Xiangang, Miaoli, die seit der Qing-Dynastie durchgeführt werden, sind die zweitältesten der Welt.

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Amerikanisch-israelische Koalition startet Militäraktionen gegen Iran, Hormuzstraße fast blockiert, weltweite Ölpreise steigen stark. Eine wenig bekannte Tatsache: Taiwan besitzt tatsächlich eigene Ölquellen. Das Öl- und Gasfeld in Chuhuangkeng, Gongguan, Miaoli, wird seit über 160 Jahren, seit der Qing-Dynastie, abgebaut und ist das weltweit älteste noch in Betrieb befindliche Ölfeld.
(Frühere Zusammenfassung: Rohölpreis steigt um 9 %, dann greift Trump ein! Marine eskortiert durch die Hormuzstraße + DFC-Krieg droht, BTC steigt gegen den Trend auf über 71.000 USD)
(Hintergrund: Trump ruft „Make Iran Great Again“, bombt Nuklearanlagen, Kryptowährungen verlieren fast 1 Milliarde USD)

Inhaltsverzeichnis

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  • Der Drake-Ölbrunnen ist zwei Jahre später als Chuhuangkeng, aber der Einzige, der noch in Betrieb ist
  • Das Antiklinal ist der Schlüssel: Warum genau in Miaoli Öl gefunden wird
  • Über 90 % der Energie Taiwans wird importiert

Während die globale Märkte wegen der Krise im Nahen Osten und den damit verbundenen Ölpreissteigerungen in Aufruhr sind, teilte Taiwan’s CPC diese Woche eine kaum bekannte Nachricht: Tatsächlich besitzt Taiwan eine alte Ölquelle, die seit der Qing-Zeit ausgebeutet wird und bis heute in Betrieb ist.

Dieses Öl- und Gasfeld befindet sich in Chuhuangkeng, Gongguan, Miaoli. Es produziert noch immer im Jahr 2026, über 160 Jahre nach der ersten Förderung. Es ist das erste Ölfeld in Asien und das zweitälteste weltweit.

Bildquelle: Taiwan CPC

Der Drake-Ölbrunnen ist zwei Jahre später als Chuhuangkeng, aber der Einzige, der noch in Betrieb ist

In der Geschichte der globalen Ölindustrie wird oft der Beginn im Jahr 1859 mit dem Drake-Ölbrunnen in Pennsylvania, USA, genannt. Doch dieser „Vater der Ölindustrie“ ist längst stillgelegt und wurde zu einem Museum.

Chuhuangkeng hingegen ist noch aktiv. Die Bohrarbeiter der Taiwan CPC inspizieren regelmäßig das Hügelland zwischen Houlong Creek und Longchuan Mountain. Die produzierte Menge reicht nicht aus, um Taiwans Importabhängigkeit zu verringern, doch der alte Brunnen läuft still vor sich hin und ist das weltweit älteste bekannte, noch in Produktion befindliche Öl- und Gasfeld.

1861, während der Qing-Herrschaft über Taiwan, entdeckte Qiu Gou in Miaoli natürliche Öl- und Gasquellen an der Oberfläche. Daraufhin begann die Förderung, und die Geschichte der taiwanesischen Ölgewinnung nahm ihren Anfang. Zählt man vom Startpunkt, ist Chuhuangkeng nur zwei Jahre nach dem Drake-Ölbrunnen entstanden. Durch den kontinuierlichen Betrieb hat es sich einen Platz in der Energieweltgeschichte gesichert: Es ist das älteste noch in Betrieb befindliche Öl- und Gasfeld der Welt.

Das Antiklinal ist der Schlüssel: Warum genau in Miaoli Öl gefunden wird

Der Grund für die Öl- und Gasvorkommen in Chuhuangkeng liegt in der Geologie. Die Region weist eine typische Antiklinal-Struktur auf: Die Gesteinsschichten sind durch Druck nach oben gebogen und bilden eine natürliche „Abdeckung“, die das Öl und Gas im Untergrund einschließt. Die besonderen Durchlässigkeitseigenschaften der Gesteinsschichten sorgen dafür, dass die Ressourcen dort langfristig gespeichert bleiben.

Während der japanischen Kolonialzeit wurden in Hsinchu und Miaoli mehrere Ölquellen entdeckt. Auch im Süden, in Chiayi und Tainan, gibt es Öl- und Gasvorkommen. Im Meeresgebiet vor Hsinchu wurde die Changkang-Gasfeld zeitweise ausgebeutet, bis 1995 aufgrund von Ressourcenerschöpfung eingestellt wurde – ein kurzer Versuch Taiwans Offshore-Öl- und Gasförderung.

Um diese Geschichte zu bewahren, errichtete die CPC 1981 im Chuhuangkeng ein Ölmuseum. 1990 wurde es umgebaut und in „Taiwan Oil Museum“ umbenannt. 2019 wurde es erneut umfassend renoviert. Heute dient es sowohl der Bewahrung der Öl-Kulturdenkmäler als auch als Touristenattraktion. Es ist einer der wenigen Orte, an denen man noch die laufenden Bohranlagen in Aktion sehen kann.

Über 90 % der Energie Taiwans werden importiert

Die Geschichte von Chuhuangkeng ist faszinierend, doch die Realität ist hart. Nach über einem Jahrhundert Förderung ist die Produktion der taiwanesischen Öl- und Gasfelder deutlich zurückgegangen. Laut aktuellen Schätzungen ist Taiwan zu über 90 % auf Importe angewiesen. Die inländische Ölproduktion ist gering und trägt kaum zur Energieversorgung bei.

Deshalb ist die Lage im Hormuz-Gate, für Taiwan kein fernes geopolitisches Problem. Rund 20 % des weltweiten Ölhandels passieren diese strategische Meerenge. Bei einer Blockade würden die Energiekosten Taiwans direkt steigen: Nicht nur die Benzinpreise an den Tankstellen, sondern auch die Stromkosten, die Industrieproduktion und die Stromkosten der in Taiwan schnell wachsenden Rechenzentren.

Das einhundertjährige Öl- und Gasfeld in Chuhuangkeng zeigt die Anfänge Taiwans Energiewirtschaft. Es verdeutlicht aber auch die aktuelle Abhängigkeit der Insel vom Energieimport: Obwohl sie das älteste noch in Betrieb befindliche Öl- und Gasfeld besitzt, ist Taiwan eine Hochenergie-Importnation.

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