Stabile Coins erleben einen starken Aufstieg! Jefferies: Bankeinlagen könnten in den nächsten 5 Jahren um 3% bis 5% verloren gehen

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Eine durch „Stablecoins“ ausgelöste unsichtbare Kriegsführung zwischen Krypto-Unternehmen und traditionellen Banken ist im Gange. Jefferies-Analysten zufolge könnte die zunehmende Verbreitung des „digitalen US-Dollars“ in Zukunft die Gewinne der traditionellen Banken schrittweise schmälern. Jefferies weist darauf hin, dass Stablecoins kurzfristig keine existenzielle Bedrohung für Banken darstellen und auch keine plötzlichen Bank Runs auslösen werden, aber die Analysten schätzen, dass in den nächsten 5 Jahren die Kerneinlagen der Banken um 3 % bis 5 % schwinden könnten, was die Kapitalkosten erhöhen und langfristigen Druck auf die Profitabilität ausüben könnte. Das Analystenteam unter Leitung von David Chiaverini warnt in einem Bericht vom Dienstag: „Mit dem Entstehen von Ertragsmöglichkeiten auf Basis von Transaktionsaktivitäten und der Expansion von Stablecoins im Zahlungsverkehr ist das mittelfristige Risiko eines schleichenden Einlagenverlusts nicht zu unterschätzen.“ Die Analysten betonen, dass selbst bei diesem „milden Druck“ die Gewinne der Banken um etwa 3 % beeinträchtigt werden könnten. Warum sind traditionelle Banken angesichts des Aufstiegs von Stablecoins so unruhig? Die Gründe sind offensichtlich. Früher wurden Stablecoins hauptsächlich für Krypto-Transaktionen genutzt; seit dem US-Gesetzesentwurf „GENIUS“ im letzten Jahr sind Stablecoins jedoch massiv in den Alltag, das Unternehmensfinanzmanagement und grenzüberschreitende Überweisungen eingedrungen. Der Jefferies-Bericht erwähnt, dass die Gesamtmenge an Stablecoins bis Ende 2025 auf 305 Milliarden US-Dollar ansteigen wird, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 49 %. Die bereinigten Transaktionsvolumina mit Stablecoins sind auf 11,6 Billionen US-Dollar explodiert. Laut DefiLlama hat die Marktkapitalisierung der Stablecoins inzwischen etwa 314 Milliarden US-Dollar erreicht, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2022 mit 184 Milliarden US-Dollar. Jefferies prognostiziert weiter, dass der Markt für Stablecoins in den nächsten 5 Jahren auf erstaunliche 800 Milliarden bis 1,15 Billionen US-Dollar anwachsen könnte. Hochrendite, 24/7-Betrieb – der größte Killer für traditionelle Einlagen Für Banken ist dieses explosive Wachstum tödlich, weil Stablecoins als rund um die Uhr zirkulierendes digitales Bargeld fungieren und nahtlos an DeFi-Plattformen angebunden sind, was deutlich höhere Erträge als herkömmliche Bankkonten ermöglicht. Tatsächlich warnte Brian Moynihan, CEO der Bank of America, Anfang dieses Jahres: „Wenn 6 Billionen US-Dollar an Einlagen in Stablecoins und stabile Coin-Produkte mit ähnlichen Festgeldzinsen fließen, könnte das gesamte Bankensystem ernsthaft geschädigt werden.“ Warum sind die kurzfristigen Auswirkungen dennoch begrenzt? Jefferies glaubt, dass Stablecoins kurzfristig noch nicht direkt die Einlagen der Banken ersetzen können, hauptsächlich weil das US-Gesetz „CLARITY Act“ vorerst die Attraktivität von Stablecoins als Sparprodukte einschränkt: „Das noch zu verabschiedende CLARITY-Gesetz soll Stablecoins klar als ‚Zahlungsmittel‘ und nicht als ‚Sparprodukt‘ definieren, um die im GENIUS-Gesetz bestehenden ‚Stablecoin-Ertragslücken‘ zu schließen.“ Unüberwindbare Hindernisse? Wall-Street-Giganten setzen auf Stablecoins Angesichts des herannahenden „Sturms“ haben traditionelle Finanzriesen nicht tatenlos zugesehen, sondern beginnen, eigene Stablecoins zu emittieren oder entsprechende Strategien zu entwickeln, um sich einen Vorsprung zu sichern. Fidelity Investments hat bereits den ersten Schuss abgegeben und den Stablecoin „FIDD“ (Fidelity Digital Dollar) eingeführt. Auch die US-Banken kündigten an, dass sie bei einer Freigabe durch den Kongress eigene Stablecoins auf den Markt bringen werden; Goldman Sachs-CEO hat zudem bekannt gegeben, dass intern bereits große Ressourcen in die Erforschung von Asset-Tokenisierung und Stablecoins investiert werden. Welche Banken sind am stärksten betroffen? Obwohl die US-Regierung die direkte Verzinsung von Stablecoins für Nutzer verbietet, glaubt Jefferies, dass „indirekte Ertragsmechanismen“ weiterhin eine Bedrohung für Bankeinlagen darstellen könnten, etwa durch Aktivitäten im Zusammenhang mit Stablecoin-Transaktionen, Zahlungen und Abwicklung sowie durch DeFi-Staking und Lending, die Anreize für ähnliche Erträge bieten und so Kapital von Bankeinlagen auf On-Chain-Finance umleiten könnten. Welche Banken sind am anfälligsten? Jefferies analysiert, dass Banken, die stark auf die Verwahrung digitaler Vermögenswerte oder bereits in die Infrastruktur digitaler Assets investiert haben, weniger gefährdet sind. Vielmehr sind es jene Banken, die hauptsächlich auf „Einlagen für Privatkunden und verzinste Einlagen“ angewiesen sind, die größeren Risiken ausgesetzt sind.

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