Beliebtes Open-Source-AI-Agenten-Tool OpenClaw Gründer Peter Steinberger hat kürzlich in einem Interview mit einem Bloomberg-Journalisten darauf hingewiesen, dass die Akzeptanz von AI-Agenten in China und den USA zu einer völlig gegensätzlichen Unternehmenskultur geführt hat.
(Vorherige Informationen: OpenClaw wird die „Lobster Foundation“ gründen und unabhängig betreiben! Nvidia und ByteDance haben ihre Teilnahme bestätigt.)
(Hintergrundinformation: OpenAI kündigte die Schließung der Sora App an, Disney’s 1-Milliarde-Dollar-Kooperationsprojekt scheiterte: Fehlgeschlagene Positionierung der Social-Media-Plattform.)
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In China testen Studenten, Berufstätige und sogar ältere Menschen OpenClaw, und einige Unternehmen verlangen sogar von ihren Mitarbeitern, das Tool zu nutzen. Obwohl die chinesischen Behörden begonnen haben, die Nutzung durch staatliche Unternehmen und Behörden einzuschränken, ist China offensichtlich zu einem riesigen Experimentierfeld geworden, in dem AI-Systeme das digitale Leben der Menschen übernehmen.
In den USA wird OpenClaw zwar von Entwicklern und frühen Anwendern begeistert aufgenommen, hat jedoch noch nicht die gleiche Massenbegeisterung ausgelöst. Aus Sicherheitsbedenken, dass AI-Agenten möglicherweise „außer Kontrolle“ geraten könnten, haben einige US-Unternehmen bereits begonnen, die Nutzung durch Mitarbeiter einzuschränken.
OpenClaw-Gründer Peter Steinberger gab kürzlich in einem exklusiven Interview mit Bloomberg-Journalistin Shirin Ghaffary an, dass dies die derzeitigen Beobachtungen sind, die er bezüglich der Diskrepanz zwischen China und den USA im Bereich der AI-Agenten gemacht hat. Ghaffary bemerkte während des Interviews, dass es nicht nur um Geschwindigkeitsunterschiede bei der Akzeptanz geht, sondern um zwei völlig unterschiedliche Unternehmenslogiken, die miteinander ringen. Bloomberg berichtete über diesen Punkt mit dem Titel: „OpenClaw-Gründer sagt, dass die USA von Chinas Akzeptanz von AI lernen können“.
Laut einem Bloomberg-Bericht ist die Situation in China nahezu wie auf einem anderen Planeten. Studenten, Arbeiter und Senioren strömen, um OpenClaw zu testen; einige chinesische Unternehmen ermutigen nicht nur, sondern verlangen von ihren Mitarbeitern die Nutzung des Tools, und es gibt sogar Firmen, die Tabellenkalkulationen vorzeigen, die den Namen jedes Mitarbeiters sowie eine Spalte mit „Was heute automatisiert wurde“ enthalten: Überwachungsorientiertes KPI-Management hat sich in die Ära der AI-Agenten ausgeweitet.
Die Daten zeigen, dass die Nutzung in China fast doppelt so hoch ist wie in den USA, und Baidu plant, OpenClaw in seinen mobilen Suchdienst mit etwa 700 Millionen Nutzern zu integrieren. Alibaba hat „JVS Claw“ eingeführt, ByteDance hat „ArkClaw“ in der Volcano Engine herausgebracht, und Tencent Cloud bietet in 17 Städten kostenlose Installationsangebote an.
Paradoxerweise hat diese Welle Beijing nicht beruhigt. Ghaffary erwähnt in ihrem Artikel, dass die chinesischen Behörden die Nutzung von OpenClaw durch staatliche Unternehmen und Behörden eingeschränkt haben, aus Sorge über den Datenfluss und die Sicherheitsgrenzen des Open-Source-Tools. Ein Land, das gleichzeitig der aktivste Förderer von AI-Agenten ist, ist auch der sensibelste Regulierer.
Im Vergleich dazu sieht die Lage in den USA ganz anders aus. Entwickler und frühe Anwender sind begeistert, aber der Hype im Mainstream-Markt ist bei weitem nicht mit dem in China vergleichbar. Einige amerikanische Unternehmen haben sogar begonnen, aus Sicherheitsbedenken die Nutzung von OpenClaw durch Mitarbeiter einzuschränken.
Diese Vorsicht ist nicht ohne Grund. Steinberger äußerte gegenüber Bloomberg seine Besorgnis über einen Vorfall, bei dem ein Sicherheitsforscher von Meta belächelt wurde: Der Forscher wies offen auf die Risiken von Fehlbedienungen bei Agenten-Tools hin, erntete jedoch Spott anstelle von Aufmerksamkeit.
Steinberger sagte: „Wenn alle lachen, wird niemand den Mut haben, es auszusprechen.“ Er ist der Meinung, dass der Diskurs über die Sicherheitsprobleme von AI-Agenten nicht aufgrund der Angst, ausgelacht zu werden, schrumpfen sollte.
Derzeit hat Steinberger offiziell am 15. Februar 2026 bei OpenAI begonnen und leitet die Entwicklung der Codex-Agententechnologie. OpenAI-CEO Sam Altman bezeichnete ihn öffentlich als „Genie“ und erklärte, dass er die nächste Generation persönlicher AI-Agenten vorantreiben werde.
Derzeit nutzen wöchentlich über zwei Millionen Menschen Codex. Steinberger sagte gegenüber Bloomberg, dass seine Vision darin besteht, die Grenze zwischen „Programmieren oder Nicht-Programmieren“ allmählich verschwinden zu lassen: Wenn AI-Agenten in der Lage sind, Code zu schreiben und auszuführen, wird Programmierung kein Privileg weniger sein, sondern eine grundlegende Fähigkeit, die jeder nutzen kann.
Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte Anfang März auf der Morgan Stanley TMT-Konferenz, dass OpenClaw die „wichtigste Softwareveröffentlichung aller Zeiten“ sei und fügte hinzu: „Jedes Unternehmen benötigt eine OpenClaw-Strategie, so wie es früher eine HTML- oder Linux-Strategie brauchte.“
Andererseits ist Steinberger derzeit aktiv dabei, die OpenClaw-Stiftung zu gründen, deren rechtliche Formalitäten in den nächsten Wochen abgeschlossen sein sollen. Nvidia hat sich bereits offiziell angeschlossen, ByteDance ist ebenfalls an Bord, und Tencent wird folgen; Steinberger verriet, dass bereits Gespräche mit Microsoft geführt werden.
Er sagte gegenüber Bloomberg, dass er hofft, die OpenClaw-Stiftung werde die Rolle der „Schweiz“ übernehmen: In der großen geopolitischen Landschaft der technologischen Konfrontation zwischen China und den USA soll sie neutral, offen und unabhängig von einem einzelnen Block sein und dafür sorgen, dass Open-Source-AI-Agenten-Tools eine globale Infrastruktur für alle werden und nicht als Werkzeug geopolitischer Machtspiele dienen.