In der Weltwirtschaft gilt die Währung, die am billigsten ist, oft als Indikator für große wirtschaftliche Herausforderungen. Faktoren wie hohe Inflation, mangelnde wirtschaftliche Diversifikation, politische Instabilität und internationale Sanktionen beeinflussen maßgeblich den Wert einer Währung. Das Studium der weltweit billigsten Währungen hilft uns, die wirtschaftlichen Herausforderungen verschiedener Länder und die Treiber der Wechselkursvolatilität zu verstehen.
Vergleichstabelle der billigsten Währungen der Welt
Währung
Land
Wechselkurs zu USD
Libanesisches Pfund (LBP)
Libanon
89.751,22
Iranischer Rial (IRR)
Iran
42.112,50
Vietnamesischer Dong (VND)
Vietnam
26.040
Laotischer Kip (LAK)
Laos
21.625,82
Indonesische Rupiah (IDR)
Indonesien
16.275
Usbekischer Sum (UZS)
Usbekistan
12.798,70
Guineischer Franc (GNF)
Guinea
8.667,50
Paraguayanischer Guarani (PYG)
Paraguay
7.996,67
Madagassischer Ariary (MGA)
Madagaskar
4.467,50
Burundischer Franc (BIF)
Burundi
2.977,00
Libanesisches Pfund – Die am stärksten abgestürzte Währung
Das Libanesische Pfund (LBP) oder Lira ist seit 1939 die offizielle Währung Libanons. Ursprünglich nutzte das Land die französische Währung, bis das Libanesische Pfund das französische Geld ablöste. Es ist derzeit die billigste Währung der Welt.
In der Vergangenheit war das Pfund an den US-Dollar gekoppelt, doch seit 2019 erlebt Libanon die schwerste Wirtschaftskrise der modernen Geschichte. Das Land kämpft mit dreistelliger Inflation, negativem Wirtschaftswachstum und einem kollabierenden Finanzsystem. 2020 kündigte die Regierung die Zahlungsunfähigkeit an, wodurch das Pfund über 90 % an Wert verlor und zur billigsten Währung wurde.
Die aktuelle Lage ist weiterhin kritisch: politische Krise, Treibstoffknappheit und Zusammenbruch des Bankensektors. Obwohl offiziell eine Bindung an den US-Dollar besteht, kann diese in der Praxis die Probleme nicht lindern.
Iranischer Rial – Resultat von Sanktionen und falscher Politik
Der Iranische Rial (IRR) wurde erstmals im 19. Jahrhundert unter dem Namen Persien eingeführt. 1932 wurde das „neue“ Rial eingeführt und an das britische Pfund gekoppelt. Nach der Islamischen Revolution 1979 änderten sich die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen erheblich.
Der Rial gilt als eine der am stärksten abgewerteten Währungen weltweit, da der Iran durch strenge Sanktionen der USA und internationaler Partner stark unter Druck steht. Diese Maßnahmen führten zu Vertrauensverlust, wirtschaftlicher Isolation und massiver Abwertung.
Neben Sanktionen leidet der Rial an Problemen wie starker Abhängigkeit vom Öl, kontrollierter Wirtschaft und schlechter Verwaltung. Hohe Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und komplexe Wechselkurssysteme (offiziell fixiert und de facto flexible) erschweren den Devisenhandel und machen die Währung sehr volatil.
Asiatische Währungen im Abwärtstrend
Vietnamesischer Dong – Billige Währung mit Wachstum
Der vietnamesische Dong (VND) wurde nach dem Vietnamkrieg eingeführt. Anfangs kämpfte die Währung mit hoher Inflation, kontinuierlichem Wertverlust und häufigen Wirtschaftsreformen. Seit den 2000er Jahren erlebt Vietnam jedoch ein stabiles Wirtschaftswachstum, was den Dong allmählich schwächt.
Vietnam nutzt ein verwaltetes Floating-System, bei dem die Zentralbank die Schwankungen innerhalb eines Rahmens steuert. Trotz des Wachstums bleibt der Dong schwach, was vorteilhaft für die Exportwirtschaft ist, da das Land ein Handelsüberschuss aufweist.
Laotischer Kip – Wirtschaftliche Armut und fehlende globale Verknüpfung
Der Laotische Kip (LAK) ist seit 1952 die Währung Laosl. Das Land ist eines der ärmsten in Südostasien, die Wirtschaft basiert vor allem auf Landwirtschaft und Rohstoffexporten. Investitionen aus dem Ausland sind begrenzt, Tourismus und Industrie entwickeln sich kaum.
Der Kip ist starkem Druck ausgesetzt, besonders nach der COVID-19-Krise, mit hoher Inflation und wirtschaftlichen Herausforderungen. Das Land nutzt ein verwaltetes Floating-System, das an den US-Dollar und den thailändischen Baht gekoppelt ist. Die langsame wirtschaftliche Entwicklung und fehlende globale Integration führen zu einem niedrigen Währungswert.
Indonesische Rupiah – Schwache Währung in Schwellenländern
Die Indonesische Rupiah (IDR) ist seit der Unabhängigkeit 1945 eine schwache Währung. Hohe Inflation und wirtschaftliche Instabilität führten zu anhaltender Abwertung. Die Asiatische Finanzkrise 1997–1998 traf Indonesien schwer, was die Währung weiter schwächte.
Trotz großer Bevölkerung und bedeutendem Wirtschaftswachstum bleibt die Rupiah schwach, da die Wirtschaft stark von Rohstoffexporten abhängt. Preisschwankungen bei Öl und anderen Rohstoffen beeinflussen die Währung. Die Zentralbank interveniert regelmäßig, doch begrenzte Devisenreserven schränken die Stabilisierungsmöglichkeiten ein.
Zentralasiatische Währungen – Abhängigkeit von Ressourcen
Usbekischer Sum – Langsame Liberalisierung
Der usbekische Sum (UZS) wurde nach der Unabhängigkeit 1991 eingeführt. Anfangs war die Wirtschaft langsam, doch Mitte der 2010er Jahre führten Reformen zu Verbesserungen. Dennoch basiert die Wirtschaft stark auf Rohstoffexporten, vor allem Gas und Gold.
Hohe Inflation und geringe Diversifikation prägen die Wirtschaft. Die Regierung kontrolliert die Währung stark, Investitionen aus dem Ausland sind begrenzt. Die Abwertung der Währung spiegelt die wirtschaftlichen Herausforderungen wider, trotz vorsichtiger Liberalisierungsversuche.
Afrikanische Währungen – Billig und wirtschaftliche Krise
Guineischer Franc – Ressourcenreich, aber Armut
Der Guineische Franc (GNF) ist seit 1959 die Währung Guineas. Das Land besitzt große Ressourcen, vor allem Bauxit, doch Infrastruktur, Investitionen und politische Stabilität sind schwach. Die Wirtschaft ist auf Bergbau und Landwirtschaft beschränkt.
Hohe Inflation, Handelsdefizite und politische Unsicherheiten führen zu niedrigen Währungswerten. Die Währung ist stark abgewertet, was die wirtschaftlichen Probleme widerspiegelt. Die Regierung versucht, durch kontrollierte Wechselkurse Stabilität zu schaffen, doch die Herausforderungen bleiben groß.
Burundischer Franc – Ärmstes Land der Welt
Der Burundische Franc (BIF) ist seit 1964 die Währung Burundis, das Land ist eines der ärmsten weltweit. Wirtschaftlich basiert die Wirtschaft auf Landwirtschaft, mit hoher Abhängigkeit von Entwicklungshilfe. Politische Instabilität, Konflikte und Armut prägen das Land.
Hohe Inflation, geringe Produktivität und eingeschränkte Finanzmärkte führen zu extrem niedrigen Werten der Währung. Die Regierung kontrolliert den Kurs, doch die wirtschaftlichen Bedingungen sind schwierig, was den Franc zu einer der billigsten Währungen macht.
Faktoren, die die billigste Währung bestimmen
Wechselkurse werden durch vielfältige Faktoren beeinflusst, sowohl makro- als auch mikroökonomisch. Hohe Zinsen ziehen ausländische Investitionen an, erhöhen die Nachfrage nach der Landeswährung und stärken sie. Niedrige Zinsen haben den gegenteiligen Effekt.
Inflation ist entscheidend: Länder mit niedriger Inflation sehen ihre Währungen tendenziell aufwerten, während hohe Inflation den Wert sinken lässt. Märkte meiden Währungen mit hoher Inflation, was die Nachfrage verringert.
Die Zahlungsbilanz zeigt die wirtschaftliche Gesundheit: Defizite können Investitionen hemmen und die Währung schwächen, Überschüsse stärken sie. Wirtschaftliche Rezessionen führen oft zu Zinssenkungen, Kapitalabflüssen und Währungsabwertung.
Politische Instabilität, Konflikte, Kriege und Sanktionen beeinflussen die Wechselkurse stark. Unsichere politische Verhältnisse führen zu niedrigen Bewertungen, Investoren meiden riskante Märkte.
Daher sind die billigsten Währungen meist in Ländern mit hoher Inflation, politischer Unsicherheit, wirtschaftlicher Krise und Ressourcenabhängigkeit zu finden. Das Verständnis dieser Faktoren ist essenziell, um die Volatilität der globalen Finanzmärkte zu begreifen.
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Das billigste Geld der Welt: Erkunde die 10 Währungen mit dem niedrigsten Wert
In der Weltwirtschaft gilt die Währung, die am billigsten ist, oft als Indikator für große wirtschaftliche Herausforderungen. Faktoren wie hohe Inflation, mangelnde wirtschaftliche Diversifikation, politische Instabilität und internationale Sanktionen beeinflussen maßgeblich den Wert einer Währung. Das Studium der weltweit billigsten Währungen hilft uns, die wirtschaftlichen Herausforderungen verschiedener Länder und die Treiber der Wechselkursvolatilität zu verstehen.
Vergleichstabelle der billigsten Währungen der Welt
Libanesisches Pfund – Die am stärksten abgestürzte Währung
Das Libanesische Pfund (LBP) oder Lira ist seit 1939 die offizielle Währung Libanons. Ursprünglich nutzte das Land die französische Währung, bis das Libanesische Pfund das französische Geld ablöste. Es ist derzeit die billigste Währung der Welt.
In der Vergangenheit war das Pfund an den US-Dollar gekoppelt, doch seit 2019 erlebt Libanon die schwerste Wirtschaftskrise der modernen Geschichte. Das Land kämpft mit dreistelliger Inflation, negativem Wirtschaftswachstum und einem kollabierenden Finanzsystem. 2020 kündigte die Regierung die Zahlungsunfähigkeit an, wodurch das Pfund über 90 % an Wert verlor und zur billigsten Währung wurde.
Die aktuelle Lage ist weiterhin kritisch: politische Krise, Treibstoffknappheit und Zusammenbruch des Bankensektors. Obwohl offiziell eine Bindung an den US-Dollar besteht, kann diese in der Praxis die Probleme nicht lindern.
Iranischer Rial – Resultat von Sanktionen und falscher Politik
Der Iranische Rial (IRR) wurde erstmals im 19. Jahrhundert unter dem Namen Persien eingeführt. 1932 wurde das „neue“ Rial eingeführt und an das britische Pfund gekoppelt. Nach der Islamischen Revolution 1979 änderten sich die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen erheblich.
Der Rial gilt als eine der am stärksten abgewerteten Währungen weltweit, da der Iran durch strenge Sanktionen der USA und internationaler Partner stark unter Druck steht. Diese Maßnahmen führten zu Vertrauensverlust, wirtschaftlicher Isolation und massiver Abwertung.
Neben Sanktionen leidet der Rial an Problemen wie starker Abhängigkeit vom Öl, kontrollierter Wirtschaft und schlechter Verwaltung. Hohe Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und komplexe Wechselkurssysteme (offiziell fixiert und de facto flexible) erschweren den Devisenhandel und machen die Währung sehr volatil.
Asiatische Währungen im Abwärtstrend
Vietnamesischer Dong – Billige Währung mit Wachstum
Der vietnamesische Dong (VND) wurde nach dem Vietnamkrieg eingeführt. Anfangs kämpfte die Währung mit hoher Inflation, kontinuierlichem Wertverlust und häufigen Wirtschaftsreformen. Seit den 2000er Jahren erlebt Vietnam jedoch ein stabiles Wirtschaftswachstum, was den Dong allmählich schwächt.
Vietnam nutzt ein verwaltetes Floating-System, bei dem die Zentralbank die Schwankungen innerhalb eines Rahmens steuert. Trotz des Wachstums bleibt der Dong schwach, was vorteilhaft für die Exportwirtschaft ist, da das Land ein Handelsüberschuss aufweist.
Laotischer Kip – Wirtschaftliche Armut und fehlende globale Verknüpfung
Der Laotische Kip (LAK) ist seit 1952 die Währung Laosl. Das Land ist eines der ärmsten in Südostasien, die Wirtschaft basiert vor allem auf Landwirtschaft und Rohstoffexporten. Investitionen aus dem Ausland sind begrenzt, Tourismus und Industrie entwickeln sich kaum.
Der Kip ist starkem Druck ausgesetzt, besonders nach der COVID-19-Krise, mit hoher Inflation und wirtschaftlichen Herausforderungen. Das Land nutzt ein verwaltetes Floating-System, das an den US-Dollar und den thailändischen Baht gekoppelt ist. Die langsame wirtschaftliche Entwicklung und fehlende globale Integration führen zu einem niedrigen Währungswert.
Indonesische Rupiah – Schwache Währung in Schwellenländern
Die Indonesische Rupiah (IDR) ist seit der Unabhängigkeit 1945 eine schwache Währung. Hohe Inflation und wirtschaftliche Instabilität führten zu anhaltender Abwertung. Die Asiatische Finanzkrise 1997–1998 traf Indonesien schwer, was die Währung weiter schwächte.
Trotz großer Bevölkerung und bedeutendem Wirtschaftswachstum bleibt die Rupiah schwach, da die Wirtschaft stark von Rohstoffexporten abhängt. Preisschwankungen bei Öl und anderen Rohstoffen beeinflussen die Währung. Die Zentralbank interveniert regelmäßig, doch begrenzte Devisenreserven schränken die Stabilisierungsmöglichkeiten ein.
Zentralasiatische Währungen – Abhängigkeit von Ressourcen
Usbekischer Sum – Langsame Liberalisierung
Der usbekische Sum (UZS) wurde nach der Unabhängigkeit 1991 eingeführt. Anfangs war die Wirtschaft langsam, doch Mitte der 2010er Jahre führten Reformen zu Verbesserungen. Dennoch basiert die Wirtschaft stark auf Rohstoffexporten, vor allem Gas und Gold.
Hohe Inflation und geringe Diversifikation prägen die Wirtschaft. Die Regierung kontrolliert die Währung stark, Investitionen aus dem Ausland sind begrenzt. Die Abwertung der Währung spiegelt die wirtschaftlichen Herausforderungen wider, trotz vorsichtiger Liberalisierungsversuche.
Afrikanische Währungen – Billig und wirtschaftliche Krise
Guineischer Franc – Ressourcenreich, aber Armut
Der Guineische Franc (GNF) ist seit 1959 die Währung Guineas. Das Land besitzt große Ressourcen, vor allem Bauxit, doch Infrastruktur, Investitionen und politische Stabilität sind schwach. Die Wirtschaft ist auf Bergbau und Landwirtschaft beschränkt.
Hohe Inflation, Handelsdefizite und politische Unsicherheiten führen zu niedrigen Währungswerten. Die Währung ist stark abgewertet, was die wirtschaftlichen Probleme widerspiegelt. Die Regierung versucht, durch kontrollierte Wechselkurse Stabilität zu schaffen, doch die Herausforderungen bleiben groß.
Burundischer Franc – Ärmstes Land der Welt
Der Burundische Franc (BIF) ist seit 1964 die Währung Burundis, das Land ist eines der ärmsten weltweit. Wirtschaftlich basiert die Wirtschaft auf Landwirtschaft, mit hoher Abhängigkeit von Entwicklungshilfe. Politische Instabilität, Konflikte und Armut prägen das Land.
Hohe Inflation, geringe Produktivität und eingeschränkte Finanzmärkte führen zu extrem niedrigen Werten der Währung. Die Regierung kontrolliert den Kurs, doch die wirtschaftlichen Bedingungen sind schwierig, was den Franc zu einer der billigsten Währungen macht.
Faktoren, die die billigste Währung bestimmen
Wechselkurse werden durch vielfältige Faktoren beeinflusst, sowohl makro- als auch mikroökonomisch. Hohe Zinsen ziehen ausländische Investitionen an, erhöhen die Nachfrage nach der Landeswährung und stärken sie. Niedrige Zinsen haben den gegenteiligen Effekt.
Inflation ist entscheidend: Länder mit niedriger Inflation sehen ihre Währungen tendenziell aufwerten, während hohe Inflation den Wert sinken lässt. Märkte meiden Währungen mit hoher Inflation, was die Nachfrage verringert.
Die Zahlungsbilanz zeigt die wirtschaftliche Gesundheit: Defizite können Investitionen hemmen und die Währung schwächen, Überschüsse stärken sie. Wirtschaftliche Rezessionen führen oft zu Zinssenkungen, Kapitalabflüssen und Währungsabwertung.
Politische Instabilität, Konflikte, Kriege und Sanktionen beeinflussen die Wechselkurse stark. Unsichere politische Verhältnisse führen zu niedrigen Bewertungen, Investoren meiden riskante Märkte.
Daher sind die billigsten Währungen meist in Ländern mit hoher Inflation, politischer Unsicherheit, wirtschaftlicher Krise und Ressourcenabhängigkeit zu finden. Das Verständnis dieser Faktoren ist essenziell, um die Volatilität der globalen Finanzmärkte zu begreifen.