Xinjiang-Mining-Maschine werden plötzlich vom Stromnetz getrennt – 13 Behörden bekämpfen virtuelle Währungen, Nachwirkungen der Konferenz sind noch spürbar

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Die vom Zentralbank eingerichtete Koordinationssitzung zur Bekämpfung virtueller Währungshandels- und Spekulationsaktivitäten markierte den Beginn einer groß angelegten Rückführung von Mining-Betrieben in Xinjiang, die in zwei Wochen stattfinden soll.

Über Nacht versank das einst als Stromparadies für Miner geltende Land Xinjiang in Stille. Zwischen dem 14. und 15. Dezember wurden in den wichtigsten Mining-Regionen wie Changji und Hami zahlreiche Mining-Farmen abrupt vom Stromnetz getrennt, etwa 40.0000 Maschinen mussten offline genommen werden.

Die Gesamt-Hashrate des Bitcoin-Netzwerks sank innerhalb von 24 Stunden um etwa 10%, der tägliche Verlust erreichte sogar 18%, was den größten Wochenrückgang seit Juni 2022 darstellt und das Herz der Kryptowährungen in Unruhe versetzt.

40.0000 Maschinen werden abgeschaltet

Laut Berichten haben viele Mining-Farmen bereits zu Monatsbeginn offizielle Schreiben der nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) erhalten, die auffordern, „gemäß den Anforderungen der Zentralbank den Mining-Status zu melden“.

Verschiedene Quellen bestätigen, dass zwischen dem 14. und 15. Dezember in den Haupt-Mining-Regionen Changji und Hami in Xinjiang die Miner zur Betriebsunterbrechung aufgefordert wurden, wobei die meisten Maschinen plötzlich vom Stromnetz getrennt wurden.

Nach Einschätzung von Kong Jianping, Gründer von Nano Labs, und im Zusammenhang mit dem kürzlichen deutlichen Rückgang der globalen Hashrate (Rückgang um 17,25% in der Vorwoche), wird geschätzt, dass in jüngster Zeit etwa 40.0000 Bitcoin-Mining-Geräte in Xinjiang abgeschaltet wurden.

Regulatorischer Sturm zieht auf

Im Gegensatz zu früheren temporären Stromabschaltungen aufgrund von Stromknappheit handelt es sich diesmal um eine organisierte Regulierungsmaßnahme.

Man munkelt, „es ist kein temporäres Stromlimit, sondern eine direkte Abschaltung, sogar die Nutzung von Notstromaggregaten wird untersagt.“ Diese radikale Vorgehensweise zeigt die Entschlossenheit hinter dieser Aktion.

Die regulatorische Haltung hat sich vom Alleingang der Zentralbank zu einer Kooperation von Zentralbank, NDRC und Zentralem Finanzbüro ausgeweitet. Am 28. November fand eine Sitzung des Koordinationsmechanismus zur Bekämpfung virtueller Währungshandels statt, an der Vertreter von 13 Ministerien beteiligt waren, darunter das Ministerium für öffentliche Sicherheit, das Zentrale Cybersicherheitsbüro und das Zentrale Finanzbüro.

Das Aufgebot bei diesem Treffen sendet ein deutliches Signal. Im Vergleich zu den Benachrichtigungen der zehn Ministerien im Jahr 2021 wurden diesmal die Zentralen Finanzbehörde und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission als zusätzliche, äußerst gewichtige Akteure hinzugefügt. Das Zentrale Finanzbüro, das höchste Organ für Finanzverwaltung in China, bedeutet, dass das Thema virtuelle Währungen auf die Ebene der nationalen Finanzsicherheit gehoben wurde.

Die Beteiligung der NDRC trifft die Kernpunkte der Mining-Industrie direkt: Sie kontrolliert die Entwicklung der Industrie, den Energieverbrauch und die wirtschaftliche Sicherheit. Ihre Mitwirkung bedeutet, dass die ursprüngliche Sünde der virtuellen Währungen als systemisches Risiko für die nationale Wirtschaft, Energie- und Industriesicherheit klar erkannt wurde.

Das Kommuniqué betont außerdem: „Stablecoins sind eine Form virtueller Währung, die derzeit die Anforderungen an Kundenidentifikation, Anti-Geldwäsche-Maßnahmen usw. nicht effektiv erfüllen kann. Es besteht das Risiko, für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche, Betrug bei Kapitalbeschaffung oder unerlaubte grenzüberschreitende Geldtransfers genutzt zu werden.“

Zeichen für eine Normalisierung der Regulierung

Diese regulatorische Aktion richtet sich insbesondere gegen Xinjiang, das eine besondere Stellung in Chinas Bitcoin-Mining-Landschaft innehat. Obwohl 2021 das Mining landesweit verboten wurde, hat sich die Bitcoin-Hashrate Chinas auf etwa 21% der Weltleistung erholt und zählt damit zu den führenden Ländern, wobei Xinjiang einen bedeutenden Anteil beiträgt.

Xinjiang profitiert von seinem Energievorteil: reichlich Kohle-, Wind- und Solarenergie, sowie lokale Überkapazitäten durch hohe Exportkosten, die den Strompreis auf 0,1-0,15 Yuan/ kWh sinken lassen. Diese günstigen Energiebedingungen locken viele Mining-Betriebe, die sich als Daten- oder Supercomputing-Zentren tarnen.

Im Vergleich zur Räumung 2021 ist diese Aktion stärker vernetzter und standardisierter. Die Räumung 2021 basierte auf vorübergehenden Vorgaben auf Regierungsebene, während diesmal ein bereichsübergreifender Koordinationsmechanismus geschaffen wurde, was auf eine dauerhafte Regulierung hindeutet.

Ein weiterer entscheidender Unterschied besteht im Grad der Überwachung. Nach 2021 betrieben einige Miner weiterhin unter Tarnung als große Datenzentren, doch nach diesem Treffen wurde die Kontrolle ausgeweitet: vom Finanzhandel bis zum Energieverbrauch – es entsteht eine umfassende Überwachungskette.

Wie das Treffen betont, „haben sich in letzter Zeit aufgrund verschiedener Faktoren die spekulativen Aktivitäten im virtuellen Währungshandel erhöht, illegale und kriminelle Aktivitäten kommen gelegentlich vor, was neue Herausforderungen für die Risikovermeidung darstellt.“

Für chinesische Miner bedeutet dies, dass die nächste Phase der Migration dezentraler, versteckter und stärk auf die Steckdose angewiesener sein wird. Wenn es durch den Durchbruch sauberer Energietechnologien und des Energienetzes gelingt, das eigentliche Ziel einer dezentralen Bitcoin-Mining-Industrie zu erreichen, könnte dies das Ende der zentralisierten Strukturen bedeuten.

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