Die offenen Bitcoin-Futures-Kontrakte sind von ihrem Höchststand im Oktober 2025 um 55 % eingebrochen, was den größten Rückgang seit April 2023 darstellt. Laut CoinGlass-Daten ist das Gesamtvolumen der offenen Kontrakte auf Bitcoin von einem Höchstwert von über 94 Milliarden US-Dollar im Oktober 2025 auf 44 Milliarden US-Dollar gefallen, ein Rückgang von 55 %, was den größten Rückgang in drei Jahren darstellt. Ein Anstieg des offenen Kontraktvolumens deutet in der Regel auf einen Zufluss neuer Gelder in den Derivatemarkt hin, was das Vertrauen der Händler stärkt. Im Gegensatz dazu zeigt ein Rückgang des offenen Kontraktvolumens, dass Händler ihre Hebel reduzieren und spekulative Wetten abbauen, was eine bärische Marktstimmung und eine geringere Händlerbeteiligung widerspiegelt. Dieser Abfluss spiegelt Zwangsliquidationen und eine Absicherungsstimmung wider, wobei Institutionen Positionen abbauen, um den anhaltenden Preisdruck zu bewältigen. Experten führen die Absicherungsstimmung auf verschiedene Faktoren zurück, darunter eine schwächere US-Dollar-Entwicklung, Auslandskonflikte, instabile japanische Staatsanleihenmärkte und die Transformationsrisiken durch künstliche Intelligenz für traditionelle Tech-Unternehmen. Der am letzten Wochenende veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht übertraf die Erwartungen und zeigte, dass im Januar 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, was die Erwartungen auf weitere Zinssenkungen dämpfte. In der Folge war ein deutlicher Verkauf durch große Institutionen zu beobachten. Obwohl einige On-Chain-Indikatoren bereits Anzeichen für eine Entspannung zeigen, ist Bitcoin in den letzten zwei Wochen schwer über 70.000 US-Dollar zu halten. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen der Anleger in traditionelle Aktien, insbesondere im Technologiesektor. Analysten erklären, dass die rückläufigen US-Inflationsdaten im Januar eine Welle des Spot-Kaufs von Bitcoin ausgelöst haben und Short-Seller zur Schließung ihrer Positionen im Perpetual-Futures-Markt gezwungen haben. Die am Freitag veröffentlichten Verbraucherpreis-Daten zeigen eine jährliche Steigerung von 2,4 %, verglichen mit 2,7 % im Dezember, was die Befürchtungen mildert, dass eine hohe Inflation die Zinssenkungen verzögern könnte. Obwohl Händler im Derivatemarkt ihre Positionen reduziert haben, hat dies kurzfristig den Bitcoin-Preis über das Wochenende über die Marke von 70.000 US-Dollar getrieben. Das offene Kontraktvolumen ist gesunken, die Finanzierungsraten sind ins Negative umgeschlagen, was darauf hindeutet, dass der Anstieg durch Short-Covering und Spot-Nachfrage getrieben wurde, nicht durch neue Hebelwetten. Trotz der Marktturbulenzen bieten historische Muster eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Frühere Halvings und ETF-Einführungen haben oft eine Erholung signalisiert, während langfristige Inhaber (wie Whales) während Abwärtsphasen akkumuliert haben, was sich in früheren Zyklen gezeigt hat. Die ETF-Geldflüsse bleiben das ganze Jahr über netto positiv – obwohl BlackRocks IBIT kürzlich 2,8 Milliarden US-Dollar abgezogen hat, flossen insgesamt 21 Milliarden US-Dollar hinein – was darauf hindeutet, dass Institutionen trotz Volatilität halten, anstatt aufzugeben. Analysten wie Bitwise weisen auf extreme Angst hin, betonen jedoch gleichzeitig, dass die offene Kontraktmenge in BTC-Stunden stabil bleibt, was auf eine mögliche Bodenbildung bei einer Bereinigung der Hebel hindeutet.
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