„Financial Times“ berichtet, dass Iran in dieser Woche eine Notausgabe von 10 Millionen Rial (höchster Nennwert in der Geschichte) herausgegeben hat, die nur etwa 7 US-Dollar wert ist. Die Konturen des Währungskollapses sind deutlich sichtbar.
(Vorheriger Kontext: Iran schießt Mittelstreckenraketen auf US- und britische Basen ab, trifft sie aber nicht, Reichweite 4.000 km – „doppelt so weit wie die Geheimdienste annahmen“)
(Hintergrund: Wochenbericht: Gold fällt unter 4.500 USD! Rohöl durchbricht 110 USD, Bitcoin steigt weiter und schlägt Gold)
Die „Financial Times“ weist darauf hin, dass Iran in dieser Woche eine neue Banknote mit einem Nennwert von 10 Millionen Rial ausgegeben hat, was den höchsten Nennwert in der Geschichte des Landes darstellt. Doch der tatsächliche Kaufwert dieser schön gedruckten Banknote beträgt nur etwa 7 US-Dollar (ca. 224 NT-Dollar). Allein diese Zahl zeigt, wie ernst die Inflation in Iran bereits ist.
Nach Ausbruch des Krieges wurden in Iran innerhalb kurzer Zeit alle Bargeldbestände in den Banken abgehoben. Obwohl die Regierung versprochen hatte, die Bargeldversorgung sicherzustellen, war die Realität eine andere: Viele Menschen standen lange Schlange, erhielten aber die Antwort, dass die Banken nicht genügend Bargeld vorrätig hätten.
In dem Bericht beschreibt die 80-jährige Bewohnerin Teherans, Maryam, die chaotischen Szenen: „Ich stand eine ganze Stunde in der Bank an, der Bankangestellte sagte mir, ich könne nur 10 Millionen Rial abheben. Ich bestand darauf, Bargeld zu brauchen, und bekam schließlich 30 Millionen Rial.“ Ihr Erlebnis verdeutlicht die schwere Inflationssituation vor Ort.
Der FT-Bericht erwähnt, dass das Design dieser 10-Millionen-Rial-Note historisch bedeutsam ist: Die Vorderseite zeigt die Yazd-Moschee aus dem 9. Jahrhundert, die Rückseite die 2.500 Jahre alte Festung Bam im Südosten Irans, die auf der UNESCO-Welterbeliste steht.
FT analysiert, dass Irans Probleme mit dem Rial kein kurzfristiges Phänomen sind. Seit Jahren drücken US-Sanktionen die Öleinnahmen Irans, zusammen mit systemischer Korruption im Regierungssystem, was die Wirtschaft langfristig schwächt; nach dem 12-tägigen Krieg mit Israel im Juni letzten Jahres hat der Rial bereits um 40 % abgewertet.
Vor dem Ausbruch einer neuen Runde militärischer Angriffe durch die USA und Israel Ende Februar war der Wechselkurs des Rial zum US-Dollar auf einem historischen Tiefstand: 1 US-Dollar kostete 1,66 Millionen Rial. Kürzlich hat sich der Kurs etwas erholt, am 20. März lag er bei 1,5 Millionen Rial pro US-Dollar.
Daten des iranischen Statistikamts zeigen, dass die jährliche Inflation im Zeitraum bis zum 19. Februar dieses Jahres 47,5 % betrug, während die Preise für Lebensmittel und Getränke im gleichen Zeitraum um mehr als 105 % gestiegen sind.