Laut den neuesten Marktdaten stieg der WTI-Ölpreis kurzfristig rasant, angetrieben durch die weitere Eskalation der angespannten Lage im Nahen Osten. Er durchbrach gleich die Marke von 97 USD pro Barrel und kam nahe an die 98-USD-Grenze heran. Gleichzeitig kletterte die Rendite US-amerikanischer 30-jähriger Staatsanleihen auf 4,986% und erreichte damit ein neues Hoch seit September letzten Jahres.
(Vorgeschichte: Der Vorsitzende der iranischen Abgeordnetenversammlung kontert Trump mit „Fake News-Manipulation des Ölmarkts“: Es gab keine Verhandlungen mit den USA; das Volk fordert die harte Bestrafung der Aggressoren)
(Zusatzkontext: Goldman Sachs warnt vor „der größten Ölkrise aller Zeiten“: Ist Öl bei $110 der Panik-Deckel oder das Fundament einer neuen Normalität?)
Die erneute geopolitische Krise im Nahen Osten versetzt die empfindlichen Nerven der globalen Finanzmärkte erneut in Alarm. Heute (27.) kam es, während die Sorge über eine Eskalation der Konfliktlage weiter zunimmt, sowohl am internationalen Energiemarkt als auch am Anleihemarkt zu heftigen Schwankungen – ein Spiegelbild der tiefen Besorgnis der Anleger vor einer Rückschlagbewegung der zukünftigen Inflation.
Marktdaten zeigen, dass Anlageflucht- und Angststimmungen den WTI-Ölpreis im Kurzfristbereich stark nach oben treiben. Der Preis durchbrach gleich die Marke von 97 USD pro Barrel und kam nahe an die 98-USD-Grenze heran, was das Risiko von Unterbrechungen der globalen Energieversorgung weiter verschärft.
Gleichzeitig kam es auch im US-Anleihenmarkt zu einem Verkaufsdruck. Die Rendite der US-amerikanischen 30-jährigen Staatsanleihen schoss daraufhin auf 4,986% in die Höhe, näherte sich der psychologischen Marke von 5% an und erreichte zudem das höchste Niveau seit September des vergangenen Jahres.
Der sprunghafte Anstieg der Renditen langlaufender US-Staatsanleihen bedeutet üblicherweise, dass sich die Markterwartungen an langfristige Inflation und ein Hochzinsumfeld weiter aufheizen. Der importierte Inflationsdruck, der durch den Ölpreisanstieg entsteht, könnte dazu führen, dass die US-Notenbank (Fed) bei ihrer Entscheidung über künftige Zinssenkungen noch vorsichtiger agiert. Unter der Erwartung, dass die Kreditkosten hoch bleiben, stellt das zweifellos eine große Herausforderung für die Kapitaldynamik von risikoreichen Vermögenswerten wie Bitcoin (BTC) dar; Anleger sollten die weiteren Kapitalströme und Veränderungen im Konjunkturbild genau im Blick behalten.