Multicoin-Mitgründer: Ist dezentralisiert immer langsamer als zentralisiert? PropAMM bricht dieses Vorurteil auf

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Autor: Kyle Samani, Mitbegründer von Multicoin

Übersetzung: Azuma, Odaily Planet Daily

Herausgeberkommentar: Der Mann, der am lautesten Solana ruft, der frühere Mitgründer von Multicoin Capital Kyle Samani, der kürzlich noch lautstark aus dem Markt ausgeschieden war, ist zurück!

Gestern Abend veröffentlichte Kyle Samani einen langen Thread auf seinem persönlichen X-Account. Darin zeigt er erneut seine Fähigkeit, „Signals“ (hier nicht abwertend gemeint) zu setzen, und nutzt die Schwäche der dezentralen Erzählung „Effizienz“ als Ansatz, um detailliert zu erklären, wie das PropAMM im Solana-Ökosystem derzeit vorangetrieben wird und wie es in Effizienz traditionelle zentralisierte Modelle übertreffen oder sogar überholen kann. Damit beweist er, dass PropAMM eine der wichtigsten Innovationen im Marktgefüge der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte ist.

Hier der Originaltext:

PropAMM ist eine der bedeutendsten Innovationen im Markt-Mikrostruktur-Design der letzten Jahre und vielleicht sogar die wichtigste seit Jahrzehnten.

Um diese Schlussfolgerung verständlich zu machen, schauen wir uns zunächst an, wie Market Maker (MM) auf traditionellen zentralisierten Handelsplattformen (CEX) ihre Preise stellen.

Market Maker betreiben meist physische Co-Location mit der Börse. Jeder Market Maker läuft auf einem Server mit einem Algorithmus, der über ein einheitliches Kabel (z.B. 50 Meter) mit einem anderen Server verbunden ist, auf dem das Handelssystem läuft.

Zwischen Market Maker und Börse werden ständig große Datenströme ausgetauscht. Jedes Mal, wenn ein Market Maker eine Order an die Börse sendet – egal ob Limit-Order, Stornierung oder Market-Order – muss die Börse diese Information an alle anderen Market Maker broadcasten; diese passen dann ihre Orders entsprechend an; so läuft das unendlich weiter.

Hier eine einfache Skizze:

Nun schauen wir uns an, wie PropAMM auf dem Mainnet von Solana funktioniert.

Das Wunder bei PropAMM auf Solana ist, dass die Blockchain selbst direkt die Market Maker-Algorithmen „verwaltet“. Das bedeutet, das System braucht keine Milliarden von Nachrichten mehr zwischen Market Maker und Börse zu senden; die Market Maker-Algorithmen laufen direkt auf derselben physischen Maschine wie die Börse.

Die neue Skizze sieht so aus. (Ja, nur die Solana-Blockchain reicht!)

In der Krypto-Branche gibt es eine alte These: Weil dezentrale Systeme zwischen globalen Knoten kommunizieren müssen, sind sie zwangsläufig langsamer (höhere Latenz) als zentrale Systeme.

Aber wenn man das anders versteht, könnte die auf der Chain gehostete Algorithmik tatsächlich eine geringere Latenz haben als traditionelle zentrale Finanzhandelsplattformen.

Warum? Der Grund liegt darin, dass die Preisaktualisierung bei PropAMM nur innerhalb desselben Siliziumchips erfolgt. Wenn etwa eine Market-Order den SOL-USD-Preis verändert, wird diese Information sofort allen PropAMM sichtbar und für die nächste Preisbestimmung genutzt. Alles passiert innerhalb desselben Chips, keine bidirektionale Kommunikation zwischen Servern mehr.

Wichtig ist, dass PropAMM zwar häufig Oracle-Updates benötigt, das ändert aber nichts an der Gesamtwahrheit, die ich oben beschrieben habe.

Der wichtigste Punkt ist: Wenn die Börse – in diesem Fall die Solana-Blockchain – direkt die PropAMM-Algorithmen verwaltet, ändern sich die Preise der Market Maker in Echtzeit innerhalb desselben physischen Chips.

PropAMM ist bereits der dominierende Mechanismus für SOL-USDC Spot-Preise auf Solana, mit engeren Spreads als alle großen CEX. Ich erwarte, dass diese Marktstruktur in diesem Jahr die führende Form des On-Chain-Handels wird, sowohl für Spot, Perpetuals als auch für Prediction Markets.

Das größte Problem von PropAMM ist derzeit, dass es noch keine Garantie gibt, dass der Taker (der Käufer) die beste Ausführung erhält, weil:

· Alle PropAMM-Algorithmen sind nicht öffentlich (was eigentlich verständlich ist, da auch traditionelle Market-Making-Algorithmen privat sind);

· Beim Routing zwischen mehreren PropAMMs ist das Ergebnis nicht deterministisch.

Aber dieses Problem ist lösbar. Ich erwarte, dass in diesem Jahr alle relevanten Aggregator-Teams Lösungen präsentieren, wie Jupiter und dFlow für Spot sowie Phoenix für Derivate.

Derzeit ist PropAMM noch nicht vollständig optimiert und wird durch die verschiedenen Beschränkungen der Solana-Blockchain eingeschränkt. In diesem Jahr wird Solana eine Reihe bedeutender Upgrades einführen, die die PropAMM-Leistung erheblich verbessern werden, darunter:

  1. Höhere CU (Compute Units) Limits pro Transaktion und größere Transaktionsvolumina;

  2. Höhere CU-Limits pro Block;

  3. Alpenglow: Reduktion der Slot-Zeit von 400 ms auf 100–150 ms;

  4. DoubleZero: Verringerung der globalen Netzwerklatenz;

  5. Anwendungssteuerbare Ausführung (application-controlled execution);

  6. Mehrere parallele Leader (multiple concurrent leaders).

Ohne diese Upgrades könnte das PropAMM auf Solana bereits engere Quotes als alle CEX bieten. Mit den kommenden Upgrades wird seine Leistung noch beeindruckender.

Weiterführend: „Der beste Krypto-Investor aller Zeiten“ Kyle Samani kehrt zurück – ein Spiegelbild vor zehn Jahren

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