Starcloud zielt mit neuem orbitalem Rechenzentrum auf Bitcoin-Mining aus dem All ab

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  • Starcloud plant, im Bitcoin-Mining im All zu starten, nutzt solarbetriebene Orbital-Datenzentren und kostengünstige ASIC-Miner.

  • Das Satellitennetzwerk von Starcloud könnte energieintensives Bitcoin-Mining ohne Strom aus irdischen Netzen unterstützen.

  • Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit ist auf 145 Billionen gefallen, was den Minern kurzfristig Erleichterung verschafft, da die Rentabilität weiterhin unter Druck steht.

Starcloud plant, noch in diesem Jahr mit dem Bitcoin-Mining im All zu beginnen, während es sich auf den Start seines zweiten Raumfahrzeugs vorbereitet. Das von Nvidia unterstützte Startup will Bitcoin-Mining-Hardware im Orbit betreiben. Das Projekt positioniert Starcloud als erstes Unternehmen, das Bitcoin außerhalb der Erde schürft. Der Plan ist Teil einer umfassenderen Strategie zum Aufbau großer orbitaler Datenzentren.

🚨 EILMELDUNG

Der CEO von Starcloud sagt, das Unternehmen plant, Bitcoin aus dem All zu schürfen. pic.twitter.com/h8IGzkulJ4

— BitPass (@aw1765958) 9. März 2026

Das Unternehmen enthüllte den Mining-Plan im Rahmen seiner Diskussion über den Ausbau seiner Raumrecheninfrastruktur. Im November startete Starcloud seinen ersten Satelliten mit einem leistungsstarken NVIDIA H100-Chip an Bord. Die Mission markierte den ersten Einsatz eines so leistungsstarken GPUs im All. Daher erweiterte das Unternehmen seine Pläne für groß angelegte Recheninfrastruktur im Orbit.

Starcloud begann Anfang 2024 mit dem Betrieb, um den steigenden Energiebedarf durch künstliche Intelligenz-Systeme zu decken. Das Startup glaubt, dass orbital gelegene Datenzentren große Rechenkapazitäten bereitstellen können, ohne die Energieversorgung der Erde zu belasten. Das Design basiert stark auf Solarenergie, die direkt im All erzeugt wird. Daher erwartet das Unternehmen eine langfristige Betriebseffizienz für große Rechenlasten.

Orbitaldatenzentren zielen auf Energie- und Kosteneffizienz ab

Starcloud plant, riesige Satellitencluster zu deployen, um die Recheninfrastruktur im Orbit zu unterstützen. Das vorgeschlagene Netzwerk umfasst etwa 88.000 Satelliten, die orbitalen Datenzentren bilden. Diese Satelliten werden hauptsächlich auf Solarenergie für die kontinuierliche Stromerzeugung angewiesen. Das System reduziert somit die Abhängigkeit von terrestrischer Energieinfrastruktur.

Das Unternehmen argumentiert, dass Bitcoin-Mining eine effiziente Arbeitslast für die Raumrecheninfrastruktur darstellt. Bitcoin-Mining basiert auf spezialisierten ASIC-Maschinen, die für eine einzelne Aufgabe entwickelt wurden. Diese Systeme benötigen deutlich weniger Kosten pro Watt im Vergleich zu fortschrittlichen GPUs. Daher bieten ASIC-Miner ein kosteneffektives Rechenmodell für den Einsatz im All.

Clip zum Bitcoin-Mining pic.twitter.com/WXlp1BMya1

— Philip Johnston (@PhilipJohnston) 8. März 2026

Branchendaten zeigen, dass GPUs deutlich teurer pro Kilowatt sind als ASIC-Mining-Maschinen. Hochleistungs-Chips wie NVIDIAs B200 kosten Zehntausende Dollar pro Kilowatt. Im Vergleich dazu kosten ASIC-Maschinen etwa eintausend Dollar pro Kilowatt. Daher ist Bitcoin-Mining-Hardware eine günstigere Möglichkeit, die Rechenkapazitäten im Orbit zu skalieren.

Derzeit verbraucht Bitcoin-Mining weltweit etwa 20 Gigawatt Strom. Diese kontinuierliche Nachfrage belastet Stromnetze und Energiemärkte. Starcloud glaubt, dass orbitaler Infrastruktur diese Nachfrage letztlich weitgehend decken könnte. Solarbetriebene Satelliten könnten Mining-Aktivitäten unterstützen, ohne Strom von der Erde zu ziehen.

Interplanetare Bitcoin-Übertragung erforscht

Gleichzeitig erforschen Wissenschaftler und Unternehmer, wie Bitcoin zwischen Planeten übertragen werden könnte. Die Tech-Unternehmer Jose E. Puente und Carlos Puente schlugen im letzten Jahr ein System für interplanetare Bitcoin-Transfers vor. Ihr Vorschlag untersuchte, wie digitale Transaktionen durch Raum-Infrastruktur reisen könnten.

Der Plan sah vor, optische Kommunikationslinks über Netzwerke wie NASA-Systeme oder Starlink-Satelliten zu nutzen. Das Design umfasst auch ein spezielles interplanetarisches Zeitstempelsystem. Dieses würde helfen, die genaue Validierung von Transaktionen über große Entfernungen aufrechtzuerhalten.

Theoretisch könnten Bitcoin-Transaktionen in etwa drei Minuten zwischen Erde und Mars reisen. Das Netzwerk würde Transaktionen durch Raumstationen, Satelliten und Antennen leiten. Einige Signale könnten sogar um den Mond herum weitergeleitet werden, bevor sie den Mars erreichen.

Allerdings stellten die Forscher fest, dass Bitcoin-Mining auf dem Mars weiterhin unpraktisch bleibt. Die Kommunikationslatenz zwischen den Planeten würde die Blockbestätigung verlangsamen und das Netzwerk-Timing stören.

Bitcoin-Mining steht unter Marktdruck

Die Wirtschaftlichkeit des Bitcoin-Minings hat sich in den letzten Monaten aufgrund der Marktschwankungen verschärft. Der Bitcoin-Preis fiel fast um 48 % vom Höchststand im Oktober bei etwa 126.080 USD. Kürzlich wurde die Kryptowährung bei etwa 67.797 USD gehandelt.

Niedrigere Preise haben die Rentabilität des Minings bei vielen Betreibern verringert. Allerdings hat sich die Netzwerk-Schwierigkeit im gleichen Zeitraum leicht verringert. Der Schwierigkeitsgrad sank um etwa 7 % von einem Rekord von 155,9 Billionen auf etwa 145 Billionen. Dieser Rückgang bietet Minern mit engeren Gewinnmargen vorübergehende Erleichterung.

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